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Bürger brachten beim "KULTURforum" ihre Ideen für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt ein

Thomas Lettner, 05.04.2018 14:55

ST. PÖLTEN. Im ehemaligen Löwahaus am Neugebäudeplatz fand gestern das erste KULTURforum für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2024 statt. Interessierte Bürger aus der Stadt und der Region waren eingeladen, ihre Ideen zu verschiedenen Themen einzubringen.

Die Bürger durften an den Arbeitstischen miteinander diskutieren. Fotos: Thomas Lettner
  1 / 4   Die Bürger durften an den Arbeitstischen miteinander diskutieren. Fotos: Thomas Lettner

Seit voriger Woche sind die Bewerbungsgesellschaft und die Firma Raumposition per Fahrrad auf „KulturTour“ und befragen Bürger am Domplatz, in der Kremser Gasse (21. April) und beim Volksfest (19. Mai). Beim KULTURforum ging es darum, den Ist-Stand St. Pöltens zu erheben und Antworten auf die Fragen „Woher kommen wir? Wo stehen wir? Wo wollen wir hin?“ zu finden. Die Analyse bildet die Basis für die Kulturstrategie St. Pölten 2030 und für die Vision der Bewerbung.

St. Pölten ist noch nicht Kulturhauptstadt

Neben den Mitarbeitern der NÖ Kulturlandeshauptstadt St. Pölten GmbH und Vertretern der Stadtpolitik waren auch Mitglieder der Plattform Kulturhauptstart anwesend. „Meine Vision ist, dass sich die Bürger so zur Kulturhauptstadt bekennen wie 1986 zur Landeshauptstadt“, sagte Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ). Michael Duscher, Geschäftsführer der NÖ Kulturlandeshauptstadt St. Pölten GmbH, betonte, dass St. Pölten noch nicht Kulturhauptstadt sei, auch wenn es medial so rüberkomme, und berichtete unter anderem von der Reise in die tschechische Stadt Pilsen im März, die 2015 europäische Kulturhauptstadt war.

Ergebnisse der Arbeitsgruppen

Die Bürger hatten im Anschluss eine Stunde lang Zeit, ihre Vorschläge und Ideen an sechs Arbeitstischen vorzustellen und miteinander zu diskutieren. Je zwei Tische befassten sich mit den Themen „Der Raum/Der Standort“, „Das Bild/Die Bühne“ und „Die Orte der Kultur/Das Wesen der Stadt“. Im Anschluss wurden die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen präsentiert. Wichtig sind den Bürgern vor allem der Ausbau des öffentlichen Verkehrs und der Fahrradwege. Die Mobilität innerhalb und außerhalb der Stadt müsse barrierefrei sein, und es brauche neue Mobilitätskonzepte. Das Regierungsviertel und der Kulturbezirk sollten besser in die Stadt eingebunden sein. Die Traisen als Nord-Süd-Verbindung müsse mehr Beachtung finden, das Glanzstoffareal sichtbarer gemacht werden. Wichtig waren den Bürgern auch eine stärkere Vernetzung der elf St. Pöltner Katastralgemeinden und Maßnahmen gegen das Innenstadtsterben.

Info: Die nächsten KULTURforen finden am 6. Juni und am 26. September statt. Der genaue Ort wird noch bekannt gegeben.


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