Heimische und ausländische Künstler präsentieren im NÖ DOK ihre Werke
ST. PÖLTEN. Etwas versteckt im zweiten Stock des Karmeliterhofs befinden sich das Niederösterreichische Dokumentationszentrum für Moderne Kunst (NÖ DOK) und der Landesverband Niederösterreichischer Kunstvereine. Seit der Gründung des NÖ DOK im Jahr 1978 fanden dort über 500 Ausstellungen statt.

Dass das NÖ DOK sich heute in den Räumlichkeiten oberhalb des Stadtmuseums befindet, ist Franz Kaindl, dem ehemaligen Präsidenten des Landesverbands, zu verdanken. Auf der Suche nach passenden Ausstellungsräumen wurde er in einer Zeit, in der sich der Landesverband neu strukturierte, im Karmeliterhof fündig. 2010 wurde Leopold Kogler zum mittlerweile dritten Präsidenten des NÖ DOK und des Landesverbands gewählt. Der Landesverband repräsentiert und vernetzt die 18 Kunstvereine Niederösterreichs, übernimmt administrative Aufgaben, informiert über Gesetzesänderungen oder Fördermöglichkeiten, ist Ansprechpartner für Angelegenheiten jeglicher Art und stellt ein Bindeglied zur Politik dar.
Verschiedene Fixpunkte
Im NÖ DOK finden pro Jahr fünf bis sechs Ausstellungen in den Sparten Malerei, Grafik und Druckgrafik, Plastik, Videokunst, Fotografie und Installationen statt. Ein Fixpunkt im Jahresprogramm ist eine Ausstellung der 18 Kunstvereine Niederösterreichs, bei der jeweils ein Künstler seine Werke präsentiert. Ein weiterer Fixpunkt ist die Ausstellung der Würdigungs- und Anerkennungspreisträger, die immer im November stattfindet. Der Würdigungspreis wird an Künstler vergeben, die auf ein Gesamtwerk zurückblicken können. Die Anerkennungspreise wiederum sind für junge Künstler, die am Anfang ihrer Karriere stehen. Die Preise werden anlässlich einer Gala im Festspielhaus St. Pölten verliehen. Jedes Jahr findet auch eine Themenausstellung zu Genres wie Stillleben (Darstellung toter beziehungsweise regloser Gegenstände), Farbe, Plastik, Bildhauerei oder Landschaft statt. Einzelpersonen können sich ebenfalls für Ausstellungen bewerben, müssen sich aber vorher einer Jury stellen.
Doppelausstellung eröffnet
Obwohl der Schwerpunkt des NÖ DOK auf niederösterreichischen Künstlern liegt, blickt man auch über die Landesgrenzen hinaus. Nachdem in den vergangenen Jahren der Fokus auf Salzburg und dem Burgenland lag, werden nächstes Jahr die Werke oberösterreichischer Künstler ausgestellt. Auch das Ausland wird eingebunden. Erst vor kurzem wurde die Gruppenausstellung „Vier aus Vysocina - Umêlci Vyscociny„ eröffnet, bei der vier Künstler aus Tschechien bis 7. Oktober ihre Werke präsentieren. Zeitgleich ist die Ausstellung „Es gibt kein Wort, um kein Bild zu sagen“ von Regina Hadraba, Gabriele Schöne und Lotte Seyerl zu sehen.
Projekt mit NDU-Studenten
Auf den künstlerischen Nachwuchs wird ebenfalls nicht vergessen. Jedes zweite Jahr stellen Kunststudenten der Universität für angewandte Kunst Wien oder der Kunstuniversität Linz im NÖ DOK aus. Auch die New Design University (NDU) ist ein Kooperationspartner. Erst heuer im Sommer wurde ein neues Projekt vereinbart, bei der die Studenten ein Leitsystem erstellen, durch das die Außenwahrnehmung des NÖ DOK für Besucher verbessert wird. Dieses wird im Herbst 2019 präsentiert.


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