Zivilcourage: Lehrer organisieren Deutschintensivkurse für Flüchtlinge
ST. PÖLTEN. Dieser Tage hört man leider viel von Hetzern und jenen, die mit ihren Hasstiraden vorsätzlich die Gesellschaft spalten, da sie sich laut und dröhnend bemerkbar machen. Die stillen Helfer, die genau das Gegenteil wollen, hört man wenig, da sie meist bescheiden im Hintergrund werken. So wie die beiden Pädagogen, die in den Ferien nicht auf der faulen Haut liegen, sondern Intensivdeutschkurse für Flüchtlinge organisieren.

Marion Mühlbauer-Stiefvater vom BORG St. Pölten und Kurt Scharf von der HLW Yspertal organisierten jüngst gemeinsam mit der Caritas Freiwilligenarbeit und der Caritas Sozialberatung.Nothilfe einen Deutsch-Intensivkurs für 20 Flüchtlinge aus Afghanistan, Tschetschenien, Russland, Syrien und der Ukraine. Sprachkenntnisse ein Muss „Da die deutsche Sprache Grundvoraussetzung für Integration, Arbeitstätigkeit und Sich-Zurecht-Finden-Können in einem fremden Land ist, möchten die beiden Lehrkräfte sich sozial engagieren und mit ihrem Angebot Menschen bei ihrem Neubeginn in der neuen Heimat unterstützen“, erzählt Marianne Weigl von der Caritas Sozialberatung.Nothilfe. „Wollen etwas tun!“ Sowohl Marion Mühlbauer-Stiefvater, als auch Kurt Scharf betonen: „Die Flüchtlingsproblematik schreit danach etwas zu tun. Die Menschen, die in unser Land kommen, bringen großes Potential mit, das eine Bereicherung für alle sein kann und das wir fördern möchten.“ Die Nachfrage und das Interesse an Deutschkursen sind sehr groß und eine gute Möglichkeit für freiwillige HelferInnen, sich zu engagieren! Die Idee für eine Kooperation entstand bei einem Workshop am BORG St. Pölten, wo Marion Mühlbauer-Stiefvater erstmals mit der Caritas Freiwilligenarbeit in Kontakt kam. Daraus entwickelte sich die „Deutsch Intensivwoche“ mit insgesamt 15 Lerneinheiten. Bei Interesse an freiwilliger Mithilfe für weitere Deutschkurse gibt Alexandra Scherzer Auskunft: alexandra.scherzer@stpoelten.caritas.at, Tel.: 02742 844-302
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