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ST. PÖLTEN. Caner Akkaya organisiert Hilfs-Konvois für Flüchtlinge an den Grenzen in Ungarn und Kroatien.

  1 / 3   Am ungarisch-serbischen Grenzübergang Röszke – Bilder einer Flucht. Caner Akkaya: „Ich finde echt keine Worte für diese zwei Tage.“ Foto: Saskia Konz

„Kommt schon Leute! Wir brauchen einen Transporter oder Lieferwagen! Konvoi fährt am Freitag ins kroatische Tovarnik! (....) Wer fährt/hilft mit, die Menschen mit Lebensmitteln vor Ort zu versorgen?“ Aufrufe dieser Art sind auf der Facebook-Seite von Caner Akkaya aus St. Pölten zu lesen.

Gebürtiger WienerDer gebürtige Wiener mit türkischen Wurzeln ist in der Gastronomie tätig, verheiratet und hat zwei Kinder. Warum er beinahe jedes Wochenende den weiten Weg nach Ungarn oder Kroatien auf sich nimmt? „Ich habe das Glück gehabt auf der guten und gemütlicheren Seite der Erde auf die Welt zu kommen. Andere hatten nicht das Glück. Die Solidarität versteht sich von selbst. Jeder Mensch hat das Recht, ein menschenwürdiges Leben zu führen“, so Akkaya.

Unbürokratisches HandelnAls die Flüchtlings-Situation kippte, habe er sofort zu handeln begonnen – und das ganz unbürokratisch – per Aufrufe und Mobilisierungs-Aktionen über Facebook. „Ich war auf den Bahnhöfen in Wien sowie in Röske (Ungarn) und Tovarnik (Kroatien). In Röske haben wir die Menschen direkt bei den Schienen empfangen, fast verhungert und verdurstet, teils krank. Wir haben ein großes Zelt für Mütter und Kinder errichtet sowie Lebensmittel und diverse Spenden verteilt“, berichtet Akkaya.

„Werde weiterhelfen“Menschen helfen und Menschen für die gute Sache mobilisieren – das will Akkaya auch zukünftig machen: „Solange meine Hände nicht gebunden sind, werde ich weiterhelfen – auch bei der Integration in Österreich.“

Infos zu weiteren Einsätzen: www.facebook.com/caner.akkaya.773


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