Tschetschenische Jugendliche suchen den Dialog
Das Jugendzentrum Steppenwolf war Schauplatz eines regen Ausstausches von Verantwortungsträgern - seitens der Politik, der Exekutive und Sozialberatern - mit 14 tschetschenischen Jugendlichen.

Man wolle dem negativen Ruf gegenüber der tschetschenischen Personengruppe in der Gesellschaft und den Vorurteilen in der Bevölkerung entgegentreten. Diese Vorurteile seien zum Teil geschürt, war man sich bei dem Treffen einig. Viele Menschen aus dieser Volksgruppe, die gerade in St. Pölten stark vertreten ist, würden unter Stigmatisierung leiden. Selbst jene, die weder kriminell, noch sonst auffällig geworden sind, bekommen diese Vorurteile - etwa durch vermehrte Ausweiskontrollen - zu spüren.
Den Jugendlichen war und ist es wichtig ihr Image zu verbessern, aber auch Missverständnisse zu klären. Gemeinsame Ziele wurden erarbeitet: nur ein Miteinander könne die angespannte Situation, wie sie etwa am St., Pöltner Hauptbahnhof im wieder herrscht, verändern. Sowohl Polizei als auch Jugendlichen betonten ihr großes Interesse, dass es zu keinen weiteren Eskalation komme, wie sie bereits mehrfach zu beobachten waren. Man war sich auch einig, dass es „schwarze Schafe“ auf beiden Seiten gebe, die für die Vorurteile gegen Tschetschenen, aber auch gegenüber der Polizei, verantwortlich sind. Die Schlussfolgerung: Man brauche gegenseitigen Respekt füreinander.
Das Treffen im Jugendzentrum Steppenwolf soll der Anfang einer Imagekampagne der jugendlichen Tschetschenen sein. Man suche auch Gespräch und Diskussion mit Vertretern der Medien, da gerade dort ein Großteil der Verantwortung läge, die maßgeblich auch Meinung über und Bild von Tschetschenen in St. Pölten mitbestimmte.


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