Als Animateurin im City Splash St. Pölten
ST. PÖLTEN. Im City Splash sind seit gestern erstmals Animateure im Einsatz, die im Sommer ein Freizeitprogramm für alle Altersschichten leiten. Eingeschult werden sie von erfahrenen Animateuren wie Kinga Szekeres aus Wien. Die 25-Jährige arbeitet seit einigen Jahren als Animateurin in Wien und kann schon auf viel Erfahrung zurückblicken.

Seit wann arbeitest du als Animateurin?
Ich arbeite seit vier Jahren in Wien in den Kinderfreibädern und im Kongressbad.
Was muss man als Animateurin können?
Man muss Freude und Spaß an der Arbeit haben und gut mit Kindern umgehen können. Durchsetzungsvermögen braucht es auch manchmal. Man sollte natürlich auch nett und freundlich sein und eine kreative Ader haben. Basteln und Malen sollte einem liegen.
Was hast du bisher in den vier Jahren als Animateurin gemacht?
Alles quer durch die Bank. Wir machen am Anfang Wassergymnastik im Kongressbad, ab und zu auch mit Kindern in den Kinderbädern. Zu Beginn des Tages malen wir mit den Kindern Bilder oder basteln aus Papptellern Masken. Voriges Jahr haben wir auch Traumfänger gebastelt mit Pfeifenreinigern, Federn und Perlen. Das war ziemlich lustig und nett. Wir haben verschiedene Spiele - Klassiker wie Uno und Memory - aber wir machen auch ein Riesen-Vier gewinnt, das kommt ganz toll an bei den Kindern.
Wie kommt man dazu, Animateur zu werden?
Es gibt mehrere Möglichkeiten. Manche Stellen sind als Ferialjob ausgeschrieben. Ich bin durch eine gute Freundin dazugekommen, die noch jemanden gesucht hat.
Wie lange bist du jetzt in St. Pölten?
Ich bin heute bei der Einschulung der neuen Animateure dabei, um meine Erfahrung weiterzugeben und die Leute zu unterstützen. Ich erkläre ihnen die Abläufe, welche Spiele man spielen kann, welche Bastelmöglichkeiten es gibt und wie man die Wasserspiele am besten koordiniert. Man muss aufpassen, ob die Kinder auch alle schwimmen können und dass man mit denen, die nicht schwimmen können, nur ins knietiefe Wasser geht.
Was war der schönste und was der negativste Moment, den du bisher als Animateurin erlebt hast?
Ein schönes und negatives Erlebnis gleichzeitig hatte ich in einem Kinderfreibad in Wien, als wir mit einer Gruppe von sechs Kindern Wassergymnastik gemacht haben. Die Kinder wollten das unbedingt, weil ein heißer Tag war, und wir sind daher ins Wasser gegangen. Wir haben ein bisschen herumgeplanscht und ein paar Übungen gemacht. Danach machten wir noch ein Spiel mit Wetttauchen, bei dem es darum ging, wer am weitesten schwimmen kann. Dabei ist mir aufgefallen, dass sich ein Mädel nicht so getraut hat beziehungsweise etwas überfordert war. Ich habe sie gefragt, was los ist, und sie hat mir gesagt, dass sie noch gar nicht schwimmen kann. Das war sehr gefährlich, weil die Eltern den ganzen Tag abwesend waren und dem Kind sonst etwas passieren hätte können, wenn ich es nicht herausgefunden hätte. Ich habe dem Mädchen dann, weil ein relativ ruhiger Tag war, das Schwimmen beigebracht. Das war sehr cool und hat mich sehr gefreut. Somit ging das Ganze gut aus und es ist Gott sei Dank nichts passiert.
Der Job macht dir also sehr viel Spaß?
Sicher, sonst wäre ich nicht schon so lange dabei. Es passiert immer etwas Neues und es ist ganz lieb, wenn die Kinder etwas Tolles gebastelt haben und den Eltern mitnehmen können oder sie für die kleinere Schwester etwas malen.


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