Der Hackerspace St. Pölten - ein Ort zum Basteln, Hacken und gemeinsam Abhängen
ST. PÖLTEN. Der Verein „Segmentation Vault“, der monatelang auf der Suche nach einer passenden Lokalität für einen Hackerspace in der Landeshauptstadt war, hat endlich eine Bleibe gefunden. Seit Anfang August hat man im Erdgeschoss des Business & Innovations-Zentrums (BIZ) in der Heinrich Schneidmadl-Straße 15 einen Hackerspace eingerichtet, der vor einigen Wochen mit einer Feier eröffnet wurde.

Warum die Wahl gerade auf das am Mühlbach gelegene Bürogebäude gefallen ist, ist schnell erklärt. „Wir brauchten eine Lokalität, die an den für uns wichtigen Knotenpunkten Fachhochschule, HTL und Bahnhof liegt“, erklärt Daniel Haslinger, der am Institut für IT-Sicherheit an der FH St. Pölten arbeitet und eines der fünf Gründungsmitglieder von Segmentation Vault ist.
Umfangreiche Ausstattung
Im Hackerspace St. Pölten beschäftigt man sich hauptsächlich mit den drei Hauptbereichen Software, Sicherheit und Elektronik. Auf den 45 Quadratmetern finden sich ein 3D-Drucker, Lötstationen, Equipment zur Herstellung und Bestückung von Leiterplatten, Computer für Softwareentwicklung und Sicherheitsanalysen, Geräte zur Signal- und Funkanalyse (Oszilloskop, Software Defined Radios) sowie eine kleine Büchersammlung und eine gemütliche Couch, die zu einem Streifzug durch die Spielkonsolen der letzten Jahre einlädt.
Eventuell Kooperation mit der Stadt St. Pölten
Derzeit hat Segmentation Vault 25 Mitglieder. Willkommen ist grundsätzlich jeder, denn in einem Hackerspace steht neben Interesse für Computer und Informationstechnik auch der Gemeinschafts-Gedanke stark im Vordergrund. Eine Kooperation kann sich Haslinger mit der Stadt St. Pölten vorstellen. „Sie hat überlegt, einen „Makerspace“ zu eröffnen. Auch Löt- und Elektronikkurse sind vonseiten der Stadt angedacht, was wir theoretisch umsetzen könnten“, erklärt er. Ein Makerspace ist eine Fertigungswerkstatt, in der man vorhandene Maschinen nutzen und Dinge fertigen kann. Im Unterschied zum Hackerspace fehlt jedoch der oben erwähnte Gemeinschafts-Gedanke. Gespräche habe es diesbezüglich mit der Stadt aber noch keine gegeben.


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