Ausgrabungen am Karmeliterhof werden erweitert
ST. PÖLTEN. Auf der archäologischen Grabungsstätte am Karmeliterhof, wo zukünftig Wohnungen errichtet werden, wird derzeit auf zwei Ausgrabungsflächen fleißig gebuddelt. Um den Baustart nicht zu verzögern, kommt nächste Woche noch eine dritte Ausgrabungsfläche hinzu.

Die Funde auf dem 1000 Quadratmeter großen Areal spannen sich von der Römerzeit über das Mittelalter bis hin zur frühen Neuzeit. Aktuell hat man das am tiefsten gelegene Niveau aus der römischen Geschichte St. Pöltens (hieß damals Municipium Aelium Cetium) freigelegt. Bei genauem Hinschauen gleichen die Ausgrabungsflächen aufgrund ihrer vielen Graben und Gräbchen einem Emmentalerkäse. Mit dieser vorsichtigen Vorgehensweise will man verhindern, dass die Funde aus den verschiedenen Epochen vermischt werden. „Wegen der Datierung sind die Funde jüngeren Datums interessanter als die älteren, weil sich so eine Geschichte zu den Funden ergibt“, erklärt Stadtarchäologe Ronald Risy. Auf dem Areal wurden bisher auch vier Skelette gefunden.
Weitere Grabungen
Nächste Woche wird der Südbereich des Areals aufgemacht und das Personal auf rund 30 Archäologen verdoppelt. Das nächste Projekt sind Grabungen in der Linzerstraße 3 nach dem Abbriss des Alten Pressehauses. Die Grabungen am Domplatz werden voraussichtlich Ende 2019 beendet sein.


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