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Verein „Smart Pölten BürgerInnenbeteiligung“ will St. Pölten grüner und lebenswerter machen

Thomas Lettner, 02.05.2018 12:00

ST. PÖLTEN. Die Landeshauptstadt mit Einbindung ihrer Bewohner lebenswerter und grüner zu machen - das ist der Zweck des Bürgerbeteiligungsprojekts „Smart & GreenLivingLab St. Pölten“ - kurz „Smart Pölten“ genannt - zu dem die Stadt Anfang 2017 einlud.

(v.l.) Martin Feistritzer, Birgit Leitner und Obmann Christian Groissmaier vom Verein "Smart Pölten BürgerInnenbeteiligung". Foto: Thomas Lettner

Ein besonderes Projekt, das sich aus der Veranstaltungsreihe Smart Pölten entwickelt hat, nennt sich „Smart City Stadtoasen“. Das 1,1 Millionen Euro schwere Projekt wird mit 600.000 Euro vom Klima- und Energiefonds gefördert. Es soll helfen, Lösungen gegen die Erwärmung im Stadtbereich zu finden, attraktive Erholungsräume und nachhaltige Grünoasen in der Stadt zu schaffen und die Lebensqualität in St. Pölten zu steigern.

Entstehung einer „grünen Lunge“

Neben Urban Gardening oder der Pflanzung essbarer Hecken dreht sich das Projekt „Smart City Stadtoasen“ unter anderem um die Begrünung von Dachflächen, Dachgärten, Regenwassermanagement, ein Kinder-Klima-Forschungslabor oder Vertical Farming (Produktion pflanzlicher und tierischer Erzeugnisse in mehrstöckigen Gebäuden). Ein besonders wichtiges Thema ist momentan die Fassadenbegrünung, um Wärme aufnehmende Flächen abzudecken. Mit der Umsetzung der geplanten Vorhaben soll vom Traisenpark im Norden bis zum Sonnenpark im Süden eine „grüne Lunge“ entstehen.

Multiplikator für die Bevölkerung

„Smart City Stadtoasen“ wird von 15 Projektpartnern unterstützt. Zu diesen zählen unter anderem die Stadtmarketing GmbH, die MedUni Wien, Kommunikations- und Webspezialisten, Unternehmen oder der Verein Sonnenpark. Ein wichtiger Partner ist auch der im November 2017 gegründete Verein „Smart Pölten BürgerInnenbeteiligung„, der aus zwanzig ehrenamtlich engagierten Mitgliedern besteht, die sich beim „Smart & GreenLivingLab St. Pölten“ kennengelernt hatten. Als Bindeglied zur Stadtverwaltung ermöglicht „Smart Pölten BürgerInnenbeteiligung“ den Menschen, sich im Sinne der direkten Demokratie aktiv in die Planung von Projekten einzubringen und in der Umsetzungsphase und danach ein gewichtiges Wort mitzureden. „Wir wollen ein Multiplikator für die örtliche Bevölkerung sein“, sagt Vereinsobmann Christian Groissmaier.

Spielplatz am Eisberg

Bereits gut bewährt hat sich die Bürgerbeteiligung am Spielplatz Eisberg. Dort fand vor kurzem in Kooperation mit der Stadtgärtnerei eine Veranstaltung gemeinsam mit Eltern und Kindern statt, auf der Ideen zur Erneuerung des Spielplatzes gesammelt wurden. „Die Stadtgärtnerei, die derzeit noch in der Planungsphase ist, wird diese wahrscheinlich noch vor Ferienbeginn umsetzen“, berichtet Groissmaier. Als nächstes will man die Bürger im Sommer bei den Plänen zur Erneuerung des Spielplatzes am Ratzersdorfer See miteinbinden.


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