Ursus@Help unterstützt Kinderheime im Ausland mit nützlichen Sachspenden

Hits: 1316
Thomas Lettner Thomas Lettner, Tips Redaktion, 07.12.2018 10:49 Uhr

ST. PÖLTEN. Man könnte meinen, dass der, der oft fliegt und die Welt von oben betrachtet, leicht den Boden unter den Füßen und den Blick für das Leid der Mitmenschen verliert. Nicht so der St. Pöltner Walter Csincsich, der mit Ursus@Help ein bedeutendes Sozialprojekt für Kinderheime in Rumänien und der Ukraine gestartet hat.

Es sind die reichlich vorhandenen, unnötig gewordenen Dinge des Alltags, die den Ausschlag zur Gründung des Charity-Klubs Ursus@Help gegeben haben. „Aufgrund des Überflusses an Dingen, die unsere Kinder haben, habe ich mir gedacht, es wäre schade, wenn das alles weggeworfen wird“, erzählt Walter Csincsich, Vater einer erwachsenen Tochter. Pro Jahr legt er um die 20.000 Kilometer zurück, um Spenden zu sammeln. Wichtig ist, dass die Dinge auch funktionieren und nicht erst repariert werden müssen.

Kontakte nach Rumänien

Anfangs beabsichtigte Csincsich, der hauptberuflich als Pilot bei Korean Air arbeitet, österreichische Kinderheime mit den gesammelten Waren zu unterstützen. Über einen Pater vom Stift Melk kam er in Kontakt zu einem Kinderheim in Rumänien. In weiterer Folge lernte Csincsich Straßen- und Waisenkinder-Projekte der Mary Ward-Schulen kennen und im Zuge dessen das Kinderprojekt „die Kinder von Deva“. Dieses Projekt, von dem Ursus@Help der größte Sponsor ist, umfasst 83 Kinderheime mit 2800 Kindern.

Gut vernetzt

Einmal pro Monat laden freiwillige Helfer Kinder- und Schulsachen, Bettzeug, Kleidung, Küchen- und Kinderzimmereinrichtung, Fahrräder und Waschmaschinen in einen geräumigen Sattelschlepper, der die Kinderheime im Ausland regelmäßig versorgt. Dort ist Ursus@Help, dessen erster Hilfskonvoi 2012 Richtung Rumänien aufbrach, mittlerweile sehr gut vernetzt. Beliefert werden größere Hauptheime, von denen sich die kleineren dann die Dinge abholen, die sie bestellt haben.

Kinder aus Garagen geholt

Durch die Unterstützung bekommen die Kinder die Möglichkeit, zu Bildung zu gelangen und in ihrem Heimatland Fuß zu fassen. „Wir haben das Glück, in Österreich geboren zu sein und anderen helfen zu können, und sind nicht in der Situation, dass uns geholfen werden muss“, erklärt Csincsich, der Augenzeuge schlimmster Zustände geworden ist. „Wir haben verwahrloste Kinder aus Garagen geholt, die dort jahrelang in Gitterbetten lebten und nicht gehen und nicht sprechen konnten“, erzählt er. Dem gegenüber stehen Erfolgsgeschichten wie eine junge Frau, die als Waisenkind in einem Mädchenheim gelandet ist und nun als Ärztin arbeitet.

Wir haben verwahrloste Kinder aus Garagen geholt, die dort jahrelang in Gitterbetten lebten und nicht gehen und nicht sprechen konnten.

Walter Csincsich

Artikel weiterempfehlen:


Mehr zu diesem Thema:

Kommentar verfassen



Merkliche Erhöhung der Ärztehonorare in Niederösterreich

Die NÖ Gebietskrankenkasse und die NÖ Ärztekammer haben die Honorarverhandlungen für Niederösterreichs Kassenärzte abgeschlossen. Dabei wurde für alle Fachgruppen eine ...

Digitalisierungsstrategie soll alle Bevölkerungsgruppen digital-fit machen und ländliche Regionen stärken

WIEN/NÖ. Technologielandesrätin Petra Bohuslav (ÖVP) zog heute im Palais Niederösterreich Bilanz über die heuer Anfang des Jahres gestartete niederösterreichische Digitalisierungsstrategie. ...

Tag der offenen Tür 2018 in der Tourismusschule St. Pölten

ST. PÖLTEN. Mit großem Aufwand und Hingabe präsentierten sich Schüler und Lehrer der Tourismusschule St. Pölten beim Tag der offenen Tür im November für Interessierte. ...

Regelmäßige Treffen der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen im Hotel Graf

ST. PÖLTEN. Die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs informiert im Rahmen von regelmäßigen Bezirksgruppen-Treffen über kostenlose Beratungsleistungen für ...

Energie- und Umweltagentur NÖ bildete neue Kommunale Energie- und Umweltmanager aus

REGION. 26 Umweltgemeinderäte, Energiebeauftragte sowie Bürgermeister aus ganz Niederösterreich dürfen sich über den erfolgreichen Abschluss des zweiten Lehrgangs zum Kommunalen ...

Tauschkreis St. Pölten trifft sich jeden zweiten Mittwoch im Monat im Saal der Begegnung

ST. PÖLTEN. Der Tauschkreis St. Pölten hat eine neue Bleibe gefunden. Im Saal der Begegnung (Gewerkschaftsplatz 2; am Bahnhof Nordausgang neben dem Busbahnhof) ist nun viel Platz für den ...

Neuer Bildband präsentiert St. Pölten in faszinierenden Bildern

ST. PÖLTEN. Vor kurzem wurde der neue Bildband über die Landeshauptstadt präsentiert. Dieser hat 240 Seiten und ist in monatelanger Arbeit der beiden St. Pöltner Fotografen Josef Bollwein ...

Verbesserungen auf der Traisentalbahn ab 9. Dezember 2018

TRAISENTAL. Am 9. Dezember erfolgte der diesjährige europäische Fahrplanwechsel. Das Land Niederösterreich nutzte ihn, um unter anderem auch auf der Traisentalbahn umfassende Verbesserungen ...