Neues Betreuungs- und Pflegekonzept für Pensionistenheime
ST. PÖLTEN/NÖ. Ab dem Jahr 2016 sollen die Bewohner in den NÖ Landesheimen nach einem neuentwickelten und wissenschaftlich begleiteten Rahmenkonzept gepflegt und betreut werden. Ab 2016 wird zudem in fünf Pilothäusern – in Amstetten, Himberg, Stockerau, Wr. Neustadt und Zwettl – das neue Konzept auch evaluiert. Bis 2019 soll dieses Projekt grundsätzlich die Auswirkungen von Maßnahmen auf die Lebensqualität der Bewohner erheben und mögliche Verbesserungen sichtbarer machen.

Die zuständige Soziallandesrätin Barbara Schwarz stellte jüngst im Rahmen einer Pressekonferenz in St. Pölten gemeinsam mit Univ.-Prof. Hanna Mayer (Vorstand des Instituts für Pflegewissenschaft der Uni Wien) die wichtigsten Ergebnisse eiens laufenden Innovationsprojektes vor.
Die Antwort auf die Frage „Was macht moderne Pflege und Pflegeeinrichtungen aus?“ findet sich im neuen Rahmenkonzept Pflege und Betreuung für die NÖ Landespflegeheime. Entwickelt wurde es gemeinsam mit dem Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Wien: „Es geht um Lebensqualität und Wohlbefinden auch in Zeiten der Pflege und bis hin zum Lebensende. Dazu brauche es individuell angepasste Betreuung und Therapie, qualitativ hochwertige Pflege und innovative Wohnformen, die den betreuten Menschen ein Leben in Gemeinschaft und Privatheit ermöglichten, so Hanna Mayer. Das neue Konzept verknüpft aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Pflegeforschung mit der bisherigen Pflegepraxis und fasst diese in mehreren Grundprinzipien zusammen. #
Künftig werden die bekannten Stationen durch Wohngruppen ersetzt und damit langfristig mehr Einzelzimmer in der Langzeitpflege geschaffen. Man wolle damit „deutliche Akzente in der Innenstruktur der Heime setzen, um den Bewohnern unterschiedlichste Lebensräume zu erschließen“. Eine moderne und ansprechende Architektur solle den Wohlfühlfaktor fördern.
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