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ST. PÖLTEN. Bis 2020 werde sich Niederösterreich aller theoretisch möglichen Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (EFS) in der Höhe von 19,5 Mio. Euro bedienen und entsprechende Projekte im Arbeitsmarktbereich jeweils zu 50 Prozent kofinanzieren, um zusätzliche Angebote schaffen zu können, kündigte Landeshauptmannstellvertreter Wolfgang Sobotka heute bei einer Pressekonferenz in St. Plöten an. Für 2016 seien demnach ESF-Mittel in der Höhe von 4 Mio. Euro vorgesehen, das seien 8 Mio. Euro insgesamt. Verwendung finden sie mit etwa 25 Prozent für Weiterbildungsprojekte, 25 Prozent für die Integration von Flüchtlingen und jungen Menschen (NEETs) sowie 50 Prozent  für Qualifizierungs- und Beschäftigungsprojekte.

Niederösterreichs oberster Säckelwart - LHSTv. Wolfgang Sobotka - bei einer Pressekonferenz in St. Pölten. Foto: Filzwieser

Ebenso kündigte Sobotka Maßnahmen zur Integration von Flüchtlingen an, wobei er betont, Asylberechtigte dürften die Mindestsicherungsbudgets nicht überbelasten und heimische Arbeitskräfte nicht verdrängen. Dabei werde man sich an den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen der Lehre und des Praktikums orientieren.

Bereits 2014 hat das Land NÖ die Studie Arbeitsland NÖ in Auftrag gegeben, um auf Änderungsfaktoren der Arbeitswelt und des Arbeitsmarktes noch zielgerichteter zu reagieren. Basierend auf den vier empfohlenen Handlungsfeldern Individualität berücksichtigen, Lebenslanges Lernen ermöglichen, Regionalität und Mobilität fördern sowie mehr Flexibilität in den Angeboten, werden zahlreiche Neuerungen umgesetzt, u.a. die Regionalisierung der NÖ Bildungsberatung und Bildungsförderung und mit dem NÖ Bildungsdarlehen und dem NÖ Weiterbildungsscheck werden zwei zusätzliche Förderungen eingeführt. Für ältere Arbeitssuchende wurde das Projekt GemA50+ auf Verwaltungskräfte an Pflichtschulen erweitert. 2015 kommt ein weiteres Handlungsfeld hinzu, die Integration von Flüchtlingen und sogenannten NEETs in den Arbeitsmarkt - aktuell werden rund 1.800 Jobsuchende Asylberechtigte in NÖ verzeichnet sowie rund 24.000 Niederösterreicher zwischen 15 und 24 Jahren, die weder einer Ausbildung noch einer Arbeit nachgehen.

Gegenüber 2010 verzeichnet Niederösterreich im Jahr 2015 um rund 24.000 Beschäftigte mehr. Im selben Zeitraum ist das Arbeitskräftepotential aber überdurchschnittlich um 40.000 gestiegen – weshalb auch 16.000 zusätzliche Arbeitslose, insgesamt 59.000 im Jahr 2015, verzeichnet wurden. Fakt ist, dass die Steigerung der Arbeitslosigkeit vor allem im 2. Halbjahr massiv eingebremst werden konnte; 3,4 Prozent im Dezember war der niedrigste Wert seit Jänner 2012“, erklärt der oberste Säckelwart Niederösterreichs.


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