Betriebe und Gemeinden setzen auf emissionsfreie Mobilität
WIEN/NÖ. Für besonders vorbildliche Maßnahmen zu emissionsfreier Mobilität wurden bei der internationalen klimaaktiv mobil THE PEP (*) RELAY RACE Konferenz in Wien über 200 Projektpartner ausgezeichnet.

In Summe sparen die umgesetzten Projekte jährlich 30.000 Tonnen CO2 bzw. Energie in der Höhe von 95.000 MWh ein. „Car-Sharing, Eco-Driving, Spritsparen, Transporte mit E-Fahrzeugen oder die Umstellung des Fuhrparks auf klimafreundliche Mobilitätsformen: Österreichs Betriebe und Gemeinden entscheiden sich immer öfter für emissionsfreie Lösungen und forcieren damit die Mobilitätswende“, erklärte Bundesminister Andrä Rupprechter bei der Konferenz.
„Abhängigkeit von Erdölimporten verringern“
Die „Dekarbonisierung des Transports“ sei besonders wichtig, um das globale Klimaschutzabkommen von Paris erfolgreich in der Praxis umsetzen zu können. „Besonders die E-Mobilität mit Strom aus erneuerbaren Energien – vom Elektro-Fahrrad, E-Scooter, E-Pkw bis zum Elektro-Bus – kann helfen, die Abhängigkeiten des Verkehrs in Österreich von Erdölimporten im Ausmaß von sechs Milliarden Euro pro Jahr zu verringern“, so der Bundesminister.
„E-Bike-Verkaufsboom“
Mit klimaaktiv mobil konnte laut Rupprechter der Grundstein für einen E-Bike-Verkaufsboom in Österreich gelegt werden. „Die Verkaufszahlen wurden seit dem Start des Programms 2008 von 3.000 auf 77.000 verkaufte E-Bikes um das 25-fache vervielfacht. Rund 10.000 E-Bikes für Betriebe und Gemeinden wurden dabei von klimaaktiv mobil gefördert und neue erfolgreiche Geschäftsmodelle beispielsweise für E-Bike Verleihsysteme angestoßen“, erläuterte der Bundesminister.
Betriebliche E-Pkw
2016 habe sich auch die Nachfrage bei betrieblichen E-Pkw „enorm gesteigert“. „Das erste Förderpaket wurde rasch ausgeschöpft. Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) reagierte rasch mit einem zweiten klimaaktiv mobil Förderpaket für betriebliche E-Pkw, E-Taxis und E-Ladeinfrastruktur. Dieses wurde mit 7,5 Millionen Euro aus Mitteln der Umweltförderung im Inland finanziert. Damit stellt das BMLFUW 2016 über 10 Millionen Euro für Elektromobilität zur Verfügung und leistet wichtige Beiträge zum entsprechenden Umsetzungsplan der Bundesregierung. Mit der Steuerreform zu Jahresbeginn wurden Investitionen in Elektrofahrzeuge zusätzlich attraktiver“, so Rupprechter.
klimaaktiv mobil-Programm
Mit dem klimaaktiv mobil-Programm unterstütze das BMLFUW Österreichs Städte, Gemeinden und Betriebe mit Förderungen und Beratungsprogrammen bei der Mobilitätswende. „Mehr als 6.600 klimaaktiv mobil Partner und Projekte sparen pro Jahr 610.000 Tonnen CO2. Mit einer Fördersumme von bisher rund 80 Millionen Euro wurden Investitionen in die Mobilitätswende von einer halben Milliarde Euro ausgelöst und rund 6.000 green jobs geschaffen oder gesichert“, unterstrich Rupprechter abschließend.
Ausgezeichnete Gemeinden/Betriebe in St. Pölten Stadt & Land:
- Amt der NÖ Landesregierung Abteilung Straßenbau (St. Pölten)
- Mobilitätsverein Hafnerbach (Gemeinde Hafnerbach)
- Niederösterreichische Energie- und Umweltagentur GmbH (St. Pölten)
- Holz-Rec Recycling & Verwertung GmbH (Herzogenburg)
- Rubner Holzbau GmbH (Ober-Grafendorf)
- Spar Österreichische Warenhandels AG (St. Pölten)
- Hans Tremmel GmbH (Böheimkirchen)
- Fritz Egger GmbH & Co OG (St. Pölten/St. Johann)
Zudem wurden zertifizierte Spritspartrainer vor den Vorhang geholt.
(*) Paneuropäisches Programm für Transport, Gesundheit und Umwelt


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