SPÖ-Verteilaktion gegen Gewalt an Frauen
ST. PÖLTEN. Die SPÖ NÖ Frauen, die Junge Generation und die Sozialistische Jugend NÖ machen im Rahmen der internationalen Kampagne „16 Tage gegen Gewalt“, die von 25. November bis 10. Dezember dauert, auf Gewalt in Familien - vor allem auf Gewalt gegen Frauen - aufmerksam.

„Viele Frauen wissen nicht, wo sie sich hinwenden sollen, wenn sie Hilfe brauchen“, sagt SPÖ NÖ Landesfrauenvorsitzende Elvira Schmidt. Im Zuge der Kampagne ist eine Landes- und Straßenaktion in allen Teilen Österreichs geplant, bei der Kärtchen mit der Frauenhelpline 0800 222 555 verteilt werden. Auf der Rückseite stehen außerdem Kontaktdaten zu Frauenhäusern und Gewaltschutzzentren. Die ebenfalls verteilten Pfeiferl versinnbildlichen, dass auf Gewalt gepfiffen wird.
Po-Grapsch-Paragraf und Betretungsverbot für gewalttätige Väter
„Die Frauenbewegung und auch SPÖ Frauen wurden vor einem Jahr ungemein belächelt, als wir den Po-Grapsch-Paragrafen ganz klar im Strafrecht gefordert haben. Seit 1. Jänner 2016 hat frau das Recht, das auch anzuzeigen“, weist Nationalrätin Katharina Kucharowits, Bundesvorsitzende der Jungen Generation, auf einen Erfolg hin. Bezüglich der Gewalt an Frauen im Internet gelte es, Zivilcourage an den Tag zu legen. „Laut einem UNO-Bericht von 2015 sind 75 Prozent der weltweit befragten Frauen von Gewalt im Internet betroffen beziehungsweise haben diese erlebt“, sagt die 33-Jährige.
Ein Erfolg ist für Schmidt auch die Novelle des Sicherheitspolizeigesetzes vom Juli 2016, das gewalttätigen Vätern nicht nur ein Betretungsverbot in Wohnhäusern und Wohnungen ausspricht, sondern auch in Schulen und Kindergärten. Darüber hinaus gibt es für den Täter ein verpflichtendes Gespräch mit Beamten, im Zuge dessen er sich über sein Vergehen bewusst werden soll.
Tipp: Vom Bundesministerium für Gesundheit und Frauen gibt es eine App, die Hilfe rund um die Uhr anbietet.


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