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St. Ulricher Bürgermeisterin im Gespräch: „Vereine fördern Lebensqualität"

Angelika Hollnbuchner, 18.05.2018 08:48

ST. ULRICH. Bürgermeisterin Annemarie Wolfsjäger spricht im Interview mit Tips über geschaffte und anstehende Bauprojekte, welche Themen die Gemeinde sonst noch beschäftigen und was St. Ulrich und Kleinraming so lebenswert macht.

Kleinraming von oben. Im Ortskern wird bald ein neues FF-Haus gebaut. Foto: fotoklub-ulrich.com
  1 / 3   Kleinraming von oben. Im Ortskern wird bald ein neues FF-Haus gebaut. Foto: fotoklub-ulrich.com

Tips:Die Gemeinde St. Ulrich hat in den letzten Jahren baulich viel gestaltet.

Annemarie Wolfsjäger: Die Bauprojekte, die Ende des Vorjahres abgeschlossen wurden, waren der Bau des Feuerwehrhauses St. Ulrich und die Sanierung des Gemeindeamtes, beide aus den Siebzigerjahren, um insgesamt 2,9 Mio. Euro. Derzeit werden noch kleine Maßnahmen umgesetzt – am 8. Juli findet das Eröffnungsfest statt. Das neue Feuerwehrhaus verfügt gegenüber dem alten über großzügige Räume, Umkleiden, getrennte Sanitäranlagen für Herren und Damen und auch unser Fotoklub mit seinen über 70 Mitgliedern hat nun seinen Vereinssitz im Gebäude. In unserem auf insgesamt 400 m2 und zwei Ebenen sanierten Gemeindeamt ist seit Jahresanfang auch der Bezirksabfallverband untergebracht.

Welche Großprojekte stehen als Nächstes an?

Der langersehnte Kreisverkehr an der Eisenstraße beschäftigt die Gemeinde schon seit zehn Jahren. Die Ausschreibung hat sich etwas verzögert, Anfang bis Mitte Juni kann es aber mit dem Bau losgehen. Weiteres wichtiges Großprojekt wird der Neubau des Feuerwehrhauses in Kleinraming sein. Die Feuerwehr ist derzeit noch privat eingemietet. Hier kommt es zum Abriss, der Neubau kann voraussichtlich heuer beginnen.

Auch im Bereich Unternehmensansiedelung hat sich einiges getan.

Ja, der Betriebspark St. Ulrich ist in den letzten Jahren noch einmal deutlich gewachsen. Mittlerweile ist nur noch eine kleine Parzelle von zirka 2000–3000 m2 frei.

Wie sieht es derzeit mit dem Angebot im Bereich Wohnen aus?

Bei der Bevölkerungsentwicklung zeigt der Pfeil immer leicht nach oben. Sehr konstant ist die Lage in St. Ulrich, Kleinraming hat viel geogenes Risikogebiet, wodurch sich kaum etwas umwidmen lässt. Hier verzeichnen wir leichte Tendenzen von Abwanderung. In St. Ulrich wurden in den letzten drei Jahren unter anderem zwei Gebiete umgewidmet, die bereits bebaut werden. Zehn neue Wohnungen werden auch noch in der Grabenhofer-Siedlung entstehen. Der Gemeinderat ist sich aber auch darüber einig, die Gemeinde langsam wachsen zu lassen.

Wo gibt es bei der Infrastruktur noch Vorhaben?

Langfristig ist besonders für St. Ulrich der Ruf nach einem Nahversorger gegeben, wobei wir durch die Nähe zu Supermärkten ein geeignetes Konzept brauchen – etwa in Richtung Hofladen oder Kaffeehaus mit Bäckerei. Auch die Mobilität ist ein Thema: Wir haben seit zwei Jahren keinen öffentlichen Verkehr mehr in der Gemeinde. Die Linien wurden früher zu wenig genutzt, wobei eine Steigerung der Frequenz daran nichts änderte. Wir überlegen jetzt im Ausschuss in Richtung Ruftaxi oder -bus. Der Fokus liegt auf dem nicht mehr so mobilen Teil der Bewohner.

Was macht für Sie die Gemeinde St. Ulrich besonders lebenswert?

Das Leben in der Natur bei gleichzeitiger Nähe zur städtischen In-frastruktur. Der Damberg bietet im Sommer wie Winter ein Naherholungsgebiet für die Region – mit Mountainbike-Strecken und einem umfangreichen Wanderwegenetz. Das große Engagement der Vereine tut das Seine für die Lebensqualität in St. Ulrich und Kleinraming.

Haben Sie einen Lieblingsplatz?

Wenn ich eine Auszeit brauche, dann gehe ich den Wanderweg Nummer acht auf den Damberg.


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