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WESTWINKEL. Fünf Gemeinden – Ennsdorf, Ernsthofen, St. Valentin, St. Pantaleon-Erla und Strengberg – vereinen ihre Kräfte und gehen unter dem Namen „Westwinkel“ eine Kooperation ein, um die Wirtschaft in der Region zu stärken.

Gemeinsam soll die Wirtschaft in der Region belebt werden.
Gemeinsam soll die Wirtschaft in der Region belebt werden.

Als Tor zum Mostviertel, wie es der Sprecher der Westwinkelgemeinden, Karl Hasenöhrl, formulierte, soll der Westwinkel die Zusammenarbeit über die Betriebs- und Gemeindegrenzen hinaus forcieren. Es gehe darum, die Kräfte zu bündeln und mit einem gemeinsamen Standortmarketing einen wichtigen Schritt in die Zukunft zu setzen.

Bürgermeister im Boot

Nach vielen gemeinsamen Aktionen, wie die Westwinkel-Gutscheine oder die Westwinkel-App werde nun an einer gemeinsamen Standortstrategie mit entsprechenden Maßnahmen gearbeitet, der eine intensive Entwicklungsphase vorausgegangen sei. „Das funktioniert aber nur, wenn alle Betriebe und alle Gemeinden an einem Strang ziehen. Dies wurde von den Bürgermeistern zugesagt“, sagt Karl Huber (ÖVP), Bürgermeister von Ernsthofen, der einerseits als Unternehmer und andererseits als politischer Meinungsbildner als einer der wichtigsten Unterstützer der Westwinkelinitiative gelte.

Regional statt global

Bei den Westwinkelbetrieben werde auf Kooperation statt auf Konkurrenzdenken gesetzt, wodurch das Hauptziel: die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit von Unternehmen, klar kommuniziert wird, um sich bewusst gegen die Globalisierung zu stellen und auf Regionalisierung zu setzen. Die neuen Schwerpunkte sollen durch ein professionelles Standortmarketing „Westwinkel 4.0“ gesetzt werden.

Agieren statt reagieren

„Schon im Vorfeld wurde intensiv versucht, Leitlinien für die weitere Arbeit anzudenken. Es sollen keine Luftschlösser gebaut werden, sondern auf Basis einer Standortvision konkrete und realisierbare Maßnahmen erarbeitet werden“, sagt Gerhard Ebner, der als Obmann der Wirtschaftsinitiative St. Valentin (WIV) als ein Verfechter der regionalen Zusammenarbeit gilt. Die WIV wurde schon 2007 gegründet und setzt den Schwerpunkt in der Planung und Umsetzung von Gemeinschaftsprojekten zur Belebung von St. Valentin und der Region.

133 Betriebe im WIV

Der Mitgliederstand der WIV umfasst derzeit 133 Betriebe – sie setzen sich aus industriellen Großbetrieben bis zu Einzelunternehmen zusammen. Durch die Öffnung und Zusammenarbeit der Westwinkelbetriebe soll der Mitgliederstand in einem ersten Schritt bis Ende Dezember auf 200 Betriebe steigen.

Gemeinsam erfolgreich

„Eines der sehr erfolgreichen Projekte ist der Westwinkelgutschein. Hier werden zwischen 500.000 Euro pro Jahr in den diversen Betrieben der Region umgesetzt“, erklärt der Strengberger Unternehmer Alois Schoder, der als einer der Motoren im Westwinkel fungiert. In diese erfolgreiche Richtung solle sich auch die Standortstrategie entwickeln. Mit den Prozessbegleitern Michael Robeischl (Institut für angewandte strategische Kommunikation) und Thomas Egger (Egger&Partner) habe sich der Westwinkel zwei erfahrene Standort- und Regionalentwickler ins Boot geholt.

Regionale Identität

Jede Region habe unterschiedliche Herausforderungen, spezifische Stärken und Chancen. „Ich und die Region stehen hinter dem Standortmarketing Westwinkel, da dies das Tor in unser schönes Mostviertel ist, weshalb ich mich für die bestmöglichen Förderungen einsetzen werde“, sagt Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer (ÖVP).


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