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ST. VALENTIN. Im Juni 2019 ist es wieder so weit. Bürger in St. Valentin können sich über mehr Geld auf ihrem Konto freuen. Sie erhalten 2,5 Prozent Zinsen für ihr nachhaltiges Investment in Solarenergie ausbezahlt. Ermöglicht wird dies durch ein Bürgerbeteiligungsmodell, das Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr (SPÖ) und der Gemeinderat 2015 in ihrer Gemeinde initiierte. 

Umweltgemeinderat Johann Hintersteiner und Bürgermeisterin Kerstin Suchan-MayrFoto: Stadtgemeinde St. Valentin

Mit der klaren Vision, den Bürgern die Beteiligung an einer nachhaltigen und regionalen Energieversorgung zu bieten, ging die Bürgermeisterin 2015 an die Umsetzung eines zukunftsweisenden Öko-Projektes in St. Valentin heran. Mit sogenannten „Solar-Modulen“ konnten sich die Bewohner an der Errichtung von sechs Photovoltaik-Anlagen an öffentlichen Gemeindedächern beteiligen. „Mir war es wichtig, nicht nur irgendein Umweltprojekt zu verwirklichen, sondern gemeinsam mit den Menschen aus St. Valentin etwas Bleibendes und Nachhaltiges zu schaffen. Aus der Gemeinde für die Gemeinde,“, erläutert Suchan-Mayr.

Erfolgreiches Pionierprojekt

Innerhalb weniger Monate waren die Photovoltaik-Anlagen durch die Bürgerbeteiligung ausfinanziert. „Wir haben schon länger nach einer lukrativen, aber sicheren Veranlagungsform für unser Geld gesucht“, begründet Emil M., Investor der ersten Stunde, sein Engagement. „Mit der Bürgerbeteiligung bleibt das Geld in der Region und wir können aktiv etwas für unsere Umwelt tun.“ Neben Umweltbewusstsein und Regionalität sind es vor allem die lukrativen Zinsen von 2,5 Prozent, die die Bürger zu der Investition bewogen haben. 

Tolle Öko-Bilanz

Besonders freut sich die Bürgermeisterin auch über den nachweislichen ökologischen Gewinn für ihre Gemeinde. Durch die Photovoltaik-Anlagen ergab sich ein Jahresertrag von 170.000 kWh was den Stromverbrauch von 29 Einfamilienhäusern und eine CO2-Einsparung von 34 PKWs entspreche. „Unser CO2-Fußabdruck ist dadurch sicher um zwei Zentimeter kleiner geworden“, betont Suchan-Mayr lachend und setzt dann nach: „dieses Umwelt-Projekt hat Zusammengehörigkeitsgefühl in der Gemeinde sehr gefördert. Wenn Politik und Menschen gemeinsam durch ihre Ziele an einem Strang ziehen und dabei auch noch für ihren Lebensraum ein nachhaltiges Zeichen setzen, ist das schon ein sehr verbindendes Erlebnis.“

10hoch4

Die Errichtung der Photovoltaik-Anlagen wurden durch die Wiener Neustädter Photovoltaik-Spezialisten von 10hoch4 rasch und fachgerecht umgesetzt, sodass die erste Anlage im Mai 2017 in Betrieb gehen konnte und für grünen Strom in St. Valentin sorgt.


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