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Neue Donaubrücke: Bevölkerung fordert eine intelligente Lösung für die künftige Anbindung

Leserartikel Julia Karner, 07.06.2019 09:54

ST. VALENTIN. Zur Infoveranstaltung über die neue Donaubrücke Mauthausen und der Anbindung zur B1 kamen, trotz kurzfristiger Einladung seitens dem Land NÖ, mehr als 500 Bürger aus der Umgebung zum Gasthof Stolli in Rems.

  1 / 6   Acht Varianten zur den Trassenführungen wurden bei der Informationsveranstaltung vorgestellt; Fotos: Fischelmayr

Der Unmut in der Bevölkerung ist groß. In den nächsten acht Jahren soll eine neue Donaubrücke in Mauthausen gebaut werden, die den Schwerverkehr von Tschechien zur B1 nach St. Valentin führt. Anstatt diesen in die neue Umfahrung in Pybrug einzubinden, laut dem Land Niederösterreich kann diese den vielen Verkehr nicht aufnehmen, soll die Anbindung über den Remser Kreisverkehr folgen. „Warum man dann die neue Umfahrung in Pyburg nicht so geplant und so gebaut hat, versteht keiner. Warum dieses Verkehrsstück den Verkehr nicht aufnehmen kann, aber die B1 in der Nähe von Rems es schaffen soll, verstehen noch weniger“, ist auch Thomas Hagmüller, Stadtrat für Verkehr und Stadtplanung St. Valentin verärgert über die derzeitige Situation.

Informationsveranstaltung

Im GH Stolli in Rems wurden von Landesplaner acht Varianten vorgestellt, wie die Straßenverläufe künftig von der neuen Donaubrücke Mauthausen zur B1 erfolgen könnten. „Gerade in Zeiten globaler Erderwärmung und grob verfehlten Klimazielen müssen bestehende Verkehrswege intelligent erweitert und der Zerstörung von Natur und Boden Einhalt geboten werden“, sagen die Initiatoren der Bürgerinitiative „Verkehr 4.0“. Und Thomas Hagmüller betont: „Dass, wie derzeit geplant, in den Remser Kreisverkehr im Jahr 2035 rund 20.000 Fahrzeuge einfahren, ohne gesamtes Verkehrskonzept für die Region, ist für mich unverständlich. Bei allem Verständnis für die Wichtigkeit des Projekts, bei aller Rücksicht auf Zeitschienen - es kann nicht sein, dass hier nicht groß gedacht wird und das die Menschen von St. Valentin ausbaden sollen.“ Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr hat sich vom ersten Tag des Bekanntwerdens für die Bevölkerung in der Region stark gemacht. „Ein halbes Jahr später wird sie weiterhin gegen die ,Anbindung der Donaubrücke' in der vorliegenden Form (nur noch drei Varianten) ankämpfen und diese, für uns, unzureichende Planung in aufgrund der Dringlichkeit in einer aktuellen Stunde im Landtag zur Sprache bringen“, so Hagmüller.

Projektkosten

Thomas Hagmüller: „Die gesamten Projektkosten werden auf ca. 130 Millionen Euro geschätzt (Prognose). Ich habe im Gespräch mit den Herrschaften des Landes NÖ prognostiziert, dass dieses Vorhaben ca. 150 bis 180 Millionen kosten wird und mir wurde dann nicht wirklich widersprochen. (Vorstellungsgespräch des Landes NÖ im Gemeinderat St. Valentin am 29. Mai 2019) Wenn man den politischen Willen aufbringen würde und ca. 15 Prozent Mehrkosten in die Hand nehmen würde, könnte man, die seit Jahrzehnten angestrebte Umfahrung Langenhart/Herzograd und den neuen Autobahnanschluss, der für alle Varianten notwendig ist, auf die Beine stellen.“


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