Donaubrücke Mauthausen – „Plan- und konzeptlos ins Verkehrschaos“
ST. PANTALEON-ERLA/ST. VALENTIN. Dass das Projekt Donaubrücke die Gemüter der Bevölkerung erhitzt, zeigte nicht zuletzt die Präsentation des Landes bei der Informationsveranstaltung in Rems mit mehr als 500 Besuchern. Auch die ÖVP St. Pantaleon-Erla gibt dazu Stellung ab, ebenso St. Valentins Bürgermeisterin (SPÖ) bei der NÖ Landtagssitzung.

„Dies gibt uns Kraft, da wir als ÖVP St.Pantaleon-Erla, so wie alle anderen Vertreter des Gemeinderates, einheitlich davon überzeugt sind, dass die derzeitigen Pläne in keiner Weise zu unterstützen sind. Eine derartig einseitige Lösung, die nur auf dem Rücken der Bevölkerung von St. Pantaleon-Erla und Rems ausgetragen wird, ist nicht fair und definitiv nicht zu Ende gedacht“, so Gemeinderat Roman Kosta.
Resolution bereits 2017 verabschiedet
Auf Initiative der ÖVP hat der Gemeinderat bereits im Dezember 2017 eine Resolution an die Landeshauptfrau einstimmig verabschiedet. Darin enthalten sind unter anderem Forderungen nach einem klaren Verkehrskonzept, die Einbindung in die bestehende Umfahrung, sowie in die A1. Ebenso wurde klar hervorgehoben, dass die Anrainer vor Lärmbelästigung, Feinstaub und weiteren Verkehrsbelastungen geschützt werden müssen. „Diese Forderungen sind unserer Ansicht nach nicht erfüllt“, so Kosta.
St. Valentins Bürgermeisterin vor dem NÖ Landtag
„Die Aktuelle Stunde der SPÖ – Planung Donaubrücke Mauthausen: völlig an den Bedürfnissen der Bevölkerung vorbei“, stand zu Beginn der Landtagssitzung auf der Tagesordnung. Die niederösterreichischen Sozialdemokraten sahen sich gezwungen, dieses Thema in den Landtag zu holen, da sich die Situation rund um den Brückenbau, der 2024 starten soll, zusehends verschlechtert. St. Valentins Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr ärgert insbesondere die Tatsache, dass ein im September des Vorjahres vorgelegter Resolutionsantrag der SPÖ NÖ, der mitunter auch ein umfassendes Verkehrskonzept beinhaltet, nicht einmal annähernd berücksichtigt wurde.
Staus und Chaos auf den Straßen
„Der Brückenbau an sich ist verkehrstechnisches Stückwerk, das das Hauptproblem der Verkehrsentwicklung und eine umfassende Verkehrsplanung für die gesamte Region weder anspricht noch löst. Die bis dato vorgesehenen Planungen verschieben die Probleme nur und sorgen für Staus und Chaos auf den Straßen und Wohngebieten. Mit der Einbindung bestehender Verkehrswege muss hier rasch für Entlastung gesorgt werden. Die Bevölkerung leidet seit Jahren unter diesem massiven Verkehrsproblem“, so Suchan-Mayer.
Land NÖ müsse handeln
Landesabgeordneter Alfredo Rosenmaier, unterstreicht diese Ausführungen. Die Region benötige ein umfassendes, weitblickendes Gesamtkonzept, um einerseits die ansässige Bevölkerung und die Pendler zu entlasten und andererseits, eine für die Wirtschaftsbetriebe in der Region leistungsfähige Situation zu schaffen – auch in Verbindung mit dem Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel. Dass hier von den zuständigen Stellen im Land NÖ endlich gehandelt werden muss, steht für Suchan-Mayr und Rosenmaier abschließend außer Frage.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden