Waschechtes Original: Eine Melodie aus St. Veit eroberte ein ganzes Land
ST. VEIT. Homatland, Homatland, i hob di so gern... Jeder Oberösterreicher kennt – oder sollte es zumindest – diese Verse und die dazugehörige Melodie als Landeshymne von Oberösterreich. Was viele nicht wissen: Vertont wurden die Reime von Hans Schnopfhagen, der einen großen Teil seines Lebens in St. Veit gelebt und gewirkt hat.

1872 wurde Hans Schnopfhagen von Leonfelden nach St. Veit versetzt, wo er als Lehrer und Schulleiter bis zu seinem Tod im Jahr 1908 wirkte. Er war ein überzeugter Vertreter des neuen Schulmodells aus dem Jahr 1869, in dem Kinder ohne Unterschied von Geschlecht, Herkunft und Religion gemeinsam unterrichtet wurden.
Rühriger Mann
Wichtige Vereinsgründungen in St. Veit sind ebenfalls dicht mit dem Namen Schnopfhagen verbunden, wie beispielsweise jene der Freiwilligen Feuerwehr 1873, des Vorschusskassenvereins 1893 und der Feuerwehr-Musikkapelle. Bei einem Großbrand 1882 griff er bei der Bekämpfung des Feuers tatkräftig ein und verhinderte dessen Ausbreitung. Noch acht Tage vor seinem Tod verließ er das Krankenbett, um zu sehen, ob die Ausrückung der Feuerwehr rasch genug von sich ginge.
Die Geburtsstunde der Landeshymne
Als leidenschaftlicher Musiker gründete er in seiner Gemeinde auch das „Stelzhamer Quartett“, für das er viele Mundartgedichte vertonte. Eines davon ist der „Hoamatgsang“, dessen eingängliche, sanfte Melodie aus der Feder von Franz Schnopfhagen Stelzhamers Gedicht trägt und unterstreicht. Seit 1952 ist das Lied Oberösterreichs Landeshymne, vertont wurde es in St. Veit.


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