St. Wolfgang: Mit Tests gegen die Corona-Angst
ST. WOLFGANG. Ein Corona-Cluster erschüttert die Tourismuswirtschaft in St. Wolfgang. Bürgermeister Franz Eisl und Tourismus-Chef Hans Wieser wollen mit Flächentests wieder für Sicherheit unter Touristen und Einheimischen sorgen.

Eigentlich wollte man am Wolfgangsee den Gästen ein besonders hohes Maß an Sicherheit bieten: Die Wolfgangsee-Tourismusgesellschaft hatte für ihre Mitgliedsbetriebe eine freiwillige Testung der Hotellerie-Mitarbeiter organisiert, wie sie vom Tourismusministerium gefördert wird. Die ersten PCR-Tests waren für letzten Freitag geplant, wie Tourismus-Chef Hans Wieser erklärt.
Bislang 53 positive Tests
Wenige Tage vorher dann der Paukenschlag: Nach einer ersten bekannten Infektion gab es innerhalb weniger Tage bislang 53 positive Tests – vorwiegend bei Praktikanten aus Tourismusbetrieben. 14 Hotels sind betroffen, zwei Bars wurden auf freiwilliger Basis geschlossen. Von amtlicher Seite wurde bis 2. August die Sperrstunde auf 23 Uhr vorverlegt.
„Test-Offensive“ in den Betrieben
In St. Wolfgang ging man in die Offensive: Ein Krisenstab wurde eingesetzt, neben dem üblichen Kontaktpersonenmanagement, mit dem weitere Infizierte ausgeforscht werden sollen, wurden über das Wochenende auch mehr als tausend kostenlose Tests durchgeführt. „Dabei hat sich gezeigt, dass die Kurve abflacht. Unsere rasche Reaktion hat sich bezahlt gemacht“, so Tourismus-Chef Wieser und Bürgermeister Fanz Eisl. Um weitere Ausbrüche zu verhindern, sollen die Tourismus-Mitarbeiter ab sofort wöchentlich getestet werden.
Stornierungen nicht zu verhindern
Trotzdem ist ein Schaden für den Tourismus nicht zu verhindern: „Natürlich gibt es Stornos – es hat ja auch die deutsche Presse groß über den Fall berichtet. Die Lage ist allerdings von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich“, so Wieser. Eine Gäste-Hotline unter der Telefonnummer 06138/8003-11 wurde eingerichtet.


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