Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

STEINBACH/ZIEHBERG/OÖ. Nach den gerichtlichen Entscheidungen gegen eine UVP-Pflicht werden die Enteignungsverfahren für die geplante 110 kV-Leitung von Vorchdorf nach Kirchdorf Anfang März an der Bezirksverwaltungsbehörde Gmunden fortgesetzt.

Grundeigentümer entlang der Leitungs-Trasse werden zu Enteignungsverhandlungen geladen. Foto: Wodicka

Umweltschutz gegen Wirtschaftsinteressen – so ließe sich auch die Auseinandersetzung rund um die geplante 110 kV-Leitung von Vorchdorf über Steinfelden und den Ziehbergrücken ins Kremstal vereinfacht auf einen Nenner bringen. Die Verbindung zu aktuellen Debatten um das Murkraftwerk oder eine dritte Piste für den Flughafen Schwechat ist damit augenfällig. Sieht man genauer hin, geht es laut den Projektwerbern um die Sicherung der Stromversorgung für die Haushalte und Betriebe der Region. Für die Bürgerinitiative „110kV-adé!“, Anrainergemeinden und viele betroffene Grundeigentümer liegt dagegen eine Umwelt- und Anrainerfreundliche Alternative „Erdkabel“ längst auf dem Tisch.

Hoffnung auf Alternative

Die Fronten sind verhärtet und das, obwohl zuletzt das Verwaltungsgericht die Beschwerde gegen den negativen Bescheid in Sachen Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) des Landes abgewiesen hatte und auch in Sachen Rodungsbewilligung soweit Grünes Licht für das Projekt erteilt wurde. Michael Praschma von der Bürgerinitiative „110kV-adé!“ erklärt in einer Aussendung: „Uns, die Gemeinden entlang der Trasse und viele Betroffene, trägt noch immer die Hoffnung, dass die Alternativlösung „Erdkabel“ sich durchsetzt, und sei es durch einen Sieg am Schluss vor Gericht.“

Beim Projektwerber Netz OÖ GmbH sieht man den höchstgerichtlichen Entscheidungen gelassen entgegen – hätten die bisherigen Gerichtsurteile doch ihre Standpunkte bestätigt. Die Entschädigungssummen für mögliche Enteignungen – d.h. die Inanspruchnahme von Grundstücksteilen für die Leitungstrasse – würden sich laut Pressesprecher Wolfgang Denk strikt an den Vorgaben des gerichtlich beeideten Sachverständigen orientieren. Die Bürgerinitiative „110 kV-adé!“ kritisiert dagegen, dass für die Höhe der Entschädigungssumme nur die Flächen angerechnet würden, die direkt unter der Leitung liegen und nicht der Verlust des Verkehrswerts zugrunde gelegt würde.

Am 1., 2. und 3. März werden die Enteignungsverfahren laut der zuständigen Abteilung für Anlagen-, Umwelt- und Wasserrecht in der Bezirksverwaltungsbehörde Gmunden fortgesetzt.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Land OÖ unterstützt Frauenberatungsstelle Berta in Kirchdorf mit fast 98.000 Euro

Land OÖ unterstützt Frauenberatungsstelle Berta in Kirchdorf mit fast 98.000 Euro

KIRCHDORF/KREMS. Die Frauen- und Mädchenberatungsstelle BERTA wird im Jahr 2026 mit insgesamt 97.557 Euro vom Frauenreferat des Landes ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Finanzminister Marterbauer kommt nach Micheldorf

Finanzminister Marterbauer kommt nach Micheldorf

MICHELDORF. Finanzminister Markus Marterbauer ist am Dienstag, 15. September, zu Gast im Freizeitpark Micheldorf. Nationalratsabgeordneter Reinhold ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Start für Raiffeisen Novum: Micheldorf bekommt Bank, Hotel und Wohnungen

Start für Raiffeisen Novum: Micheldorf bekommt Bank, Hotel und Wohnungen

MICHELDORF. Aus den Plänen wird Realität: Mit einem feierlichen Spatenstich ist am Mittwochnachmittag, 19. August, der offizielle Start für ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Project Closing Party: Haidlmair feiert Mega-Auftrag an global operierenden Onlineversandhändler

"Project Closing Party": Haidlmair feiert Mega-Auftrag an global operierenden Onlineversandhändler

MICHELDORF/NUSSBACH. Rund 170 Spritzgießwerkzeuge in etwa einem halben Jahr: Das Nußbacher Familienunternehmen Haidlmair hat für einen renommierten, ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
A9-Verkehr steigt, beim Bosrucktunnel gibt es Fragezeichen

A9-Verkehr steigt, beim Bosrucktunnel gibt es Fragezeichen

BEZIRK KIRCHDORF/KREMS. Der geplante Neubau des Bosruck-Bahntunnels sorgt für Diskussionen über den weiteren Zeitplan. Kirchdorfs OÖVP-Bezirksparteiobmann ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Arbeitslosigkeit im Bezirk Kirchdorf steigt und trifft vor allem Ältere

Arbeitslosigkeit im Bezirk Kirchdorf steigt und trifft vor allem Ältere

BEZIRK KIRCHDORF/KREMS. Mit Ende Juli waren im Bezirk Kirchdorf 1.235 Personen beim AMS arbeitslos vorgemerkt. Das sind um 30 Personen beziehungsweise ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Weitere Beiträge