Kraftwerksneubau: "Hier entsteht ein sehr wertvoller Naturraum"
STEINHAUS. Beim Kraftwerksneubau in Traunleiten sorgt Wels Strom auch für markante Verbesserungen des Naturraumes. Auf Gunskirchner Gemeindegebiet wird ein Nebengerinne um 300 Meter verlängert.

Zwei Kilometer oberhalb der Wehranlage wird in den nächsten Wochen ein kleiner Nebenarm zur Traun geschaffen. Besonders geachtet wird dabei auf natürliche Uferstrukturen. Unter anderem sollen sogenannte „Raubäume“ den Jungfischen Unterschlupf bieten. Nach Abschluss der Arbeiten im Frühling wird auch der Auwald gestärkt.
Fischabstieg und Bruthügel
„Alle Maßnahmen dienen der Verbesserung der Lebensräume für Fische und Vögel“, informiert Gerald Kalchauer, Projektleiter von Wels Strom. „Hier entsteht ein sehr wertvoller Naturraum“, unterstreicht Geschäftsführer Franz Gruber.
Wels Strom setzt beim Kraftwerksneubau an mehreren Stellen Akzente. So werden beim Krafthaus ein Fischabstieg und ein Fischtunnel gebaut, flussaufwärts ist bereits ein großer Bruthügel für Vögel entstanden. Alle Begleitmaßnahmen sind in Zusammenarbeit mit den Behörden entstanden. Die unteren Traunauen zählen zu den bedeutendsten Vogelgebieten Europas und sind deswegen besonders geschützt.
Fußgängerbrücke kommt
Der Gunskirchner Bürgermeister Josef Sturmair sieht im neuen Nebengerinne eine Aufwertung des Naherholungsgebietes in der Ortschaft Au bei der Traun. „Der Abschnitt wird für Wanderer und Erholungssuchende attraktiver.“ Die Halbinsel, die durch den Seitenarm entstehen wird, kann dann über eine Fußgängerbrücke erreicht werden.

