Landesausstellung in Steyr: Einblicke in die Biografie einer Stadt und ihrer Menschen
STEYR. Die dreiunddreißigste OÖ. Landesausstellung ist eröffnet. Nicht nur in den gezeigten Steyrer Objekten und Porträts verbinden sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Auch in der Architektur der Schauräume.

Fast leise hat die Landesschau 2021 in Steyr coronabedingt ihre Pforten geöffnet. Vom Leben, von kreativer Kraft, sozialer Dynamik, Aufstieg und Fall erzählt sie und macht beim Besucher Eindruck. Ob im restaurierten Innerberger Stadel – der im architektonischen Mix von Alt und Modern eine spektakuläre Kulisse abgibt – oder im spannenden Museum Arbeitswelt, einem Fabriksgebäude der Gründerzeit. Hier, genauso wie im Schloss Lamberg, werden aktuell nicht nur Kleinode und prägende Episoden des einstigen Steyr präsentiert. Auch aufschlussreiche Bezüge zum Hier und Jetzt werden hergestellt.
Geschichte neu schreiben
„Eine Landesausstellung ist immer auch ein Bekenntnis zu den eigenen Wurzeln. Das ist wichtig, denn in Oberösterreich ist Heimat nicht nur Anker, sondern ein Leitwert für die Zukunft“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer zur Eröffnung. Die Ausstellung sei ein Versuch, die Geschichte der Stadt Steyr neu zu schreiben, erklären die wissenschaftlichen Leiter Michael John und Herta Neiß, „wir möchten die Besucher eintauchen lassen in historische Erlebniswelten wie die Elektrische Ausstellung 1884, die Welt der Sensenschmiede, aber auch die bürgerliche und adelige Wohnkultur.“ Auch Steyrer Stimmen von heute sind Teil der Schau und beantworten Fragen wie: Welcher Mensch wäre ich ohne materiellen Besitz?
Sich Zeit nehmen lohnt sich auf jeden Fall, alleine schon um die Räume auf sich wirken zu lassen und die Stadt Steyr als „wunderschöne und historisch interessante Stadt“ (Bürgermeister Gerald Hackl) neu kennenzulernen.
Ausführliche Details zu der Schau gibt es auf www.landesausstellung.at


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden