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„Österreich hat Aufholbedarf“
STEYR. Als einer von 250 Lehrern weltweit hat Kurt Söser von Microsoft eine Einladung nach Amerika bekommen. Vor allem der Austausch mit den Kollegen hat den 35-Jährigen beeindruckt.

Seit fünf Jahren unterrichtet Kurt Söser an der Steyrer Handelsakademie (HAK). Im Mathematik-Unterricht setzt er die Softeware „OneNote“ ein, mit der digitale Notizen gemacht werden können. Immer am neuesten Stand sein und sich mit Kollegen aus aller Welt zu vernetzen ist für Söser wichtig. Bereits im Vorjahr ist er von Microsoft nach Barcelona eingeladen worden, heuer fand der Austausch von 250 Lehrern aus 87 Ländern in Redmond (USA) statt. „Es ist spannend, was weltweit läuft. Vor allem in Amerika und Asien“, sagt Söser. Dass in Klassen nicht mehr mit Büchern, Blöcken und Kugelschreibern, sondern mit Tablets (Mobil-Computern) gearbeitet wird, sei in manchen Ländern schon Standard. „Österreich hat in Sachen moderner Schule Aufholbedarf. Auch in Europa“, meint Söser. Einerseits würde in der Ausbildung der Pädagogen darauf zu wenig geachtet. Andererseits scheitert es aber auch an der fehlenden Eigeninitiative vieler Lehrer.Neue Tablet-KlasseAls eine von nur zwei Microsoft-Showcase-Schulen Österreichs und von 150 weltweit, profitiert die Steyrer HAK von der Zusammenarbeit mit dem Softwareriesen. So können Schüler etwa das gesamte Office-Paket kostenlos nutzen. Im Herbst startet die erste Tablet-Klasse an der HAK, genügend Anmeldungen liegen bereits vor. Die neue Technologie wird vieles erleichtern und ist in jedem Fach einsetzbar, auch im Turnunterricht, etwa durch Bewegungsanalysen.


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