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STEYR/STEYR-LAND. Während das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung tendenziell gesunken ist, zeigt die polizeiliche Kriminalstatistik unterschiedliche Entwicklungen. In Steyr-Stadt stiegen 2015 sowohl die angezeigten als auch die geklärten Delikte leicht an. Der Land-Bezirk verzeichnet einen Rückgang.

In Sachen Dämmerungseinbrüche setzt die Polizei auf präventive Maßnahmen. Symbolfoto: Wodicka

Knapp über 2300 Delikte wurden in Steyr-Stadt im Jahr 2014 angezeigt, im vergangenen Jahr waren es um 150 mehr, das entspricht einem Plus von 6,5 Prozent. Der Erfolg in der Aufklärung kann hier positiv mithalten: 1172 Fälle konnten 2014 geklärt werden, 1249 waren es letztes Jahr. Polizeichef Christian Mosers Auskunft, die alte Eisenstadt sei in Oberösterreich eine relativ sichere Adresse, bestätigt der Vergleich: So gab es 2015 in Linz 17.295 Anzeigen, in Wels 5250. Im Nachbarbezirk Linz-Land waren es knapp 7000 angezeigte Straftaten.

Im Bezirk Steyr-Land gab es im Vorjahr 83 Anzeigen weniger – insgesamt 1504; der Erfolg bei der Aufklärung war im Verhältnis in etwa gleich. 2014 wirkte sich eine Suchtgiftreihe im Sierninger und Bad Haller Raum günstig auf die Zahl der geklärten Fälle aus; 2015 schlug sich eine Serie von über 80 Einbrüchen auf Vereinskassen und kleinere Geschäfte in drei Bezirken auf die Jahresbilanz nieder. „Ganz schwere Delikte hatten wir im Vorjahr keine“, sagt Bezirkspolizeikommandant von Steyr-Land Andreas Sammer.

Kein merklicher Anstieg

„Der Schwerpunkt liegt bei uns auf Eigentumsdelikten, vor allem Firmeneinbrüchen. Wobei hier aber auch eher keine größere Beute gemacht wird.“ Bei Einbrüchen in Privathäusern sei kein spürbarer Anstieg festzustellen. Dennoch ist der Polizei Prävention im Hinblick auf Dämmerungseinbrüche wichtig. „Wir sind entsprechend immer wieder auf Messen, etwa im April bei den Gewerbetagen in Gaflenz, mit einem Stand vertreten und klären kostenlos auf, was man schon beim Hausbau für die Sicherheit tun kann oder welche kostengünstigen Maßnahmen im Nachhinein möglich sind.“ Vorwiegend aus dem östlichen Europa seien die gefassten Täter in der „Saison“ 2014 auf 2015 gekommen. „Das lässt vermuten, dass der Großteil der Dämmerungseinbrüche von solchen Täterschaften begangen wird. Das sind Gruppen, die einige Tage lang in Siedlungen zu Werke gehen und sich dann wieder absetzen.“

Mit der Personalsituation ist Sammer einigermaßen zufrieden. „Mehr Polizisten könnten es immer sein, mitunter kommt es bei Nachbesetzungen zu längeren Wartezeiten“, erklärt er, „aber wir finden derzeit das Auskommen.“


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