Schonfrist endet in 15 Monaten
REGION STEYR. Geht es um das Thema Rauchen, geraten viele Gastronomen in Rage. Die akutelle Gesetzeslage sorgt jedenfalls für keinen fairen Wettbewerb.

In den meisten Ländern in Europa hat man das Thema Rauchen in Lokalen längst geregelt. Qualmen ist nur noch vor den Wirts- und Kaffeehäusern erlaubt. In Österreich hat man sich politisch auf Übergangsfristen verständigt, das generelle Rauchverbot kommt erst mit Mai 2018.
„Raucher drehen um“
Margit Zinganell hat vor einigen Wochen Post vom Magistrat bekommen. Grund: Sie hat in ihrem Lokal das Rauchen in einem kleinen Bereich geduldet. Eine entsprechende Abtrennung hat es nicht gegeben, weil dies im denkmalgeschützen Gebäude nicht möglich ist. Die Familie Zinganell hat das Gebäude in Unterhimmel 2007 gekauft und aufwendig renoviert. Seit der Anzeige herrscht nun komplettes Rauchverbot im Café Drahtzug. „Der Umsatz ist in den letzten drei Monaten massiv zurückgegangen. Wenn das so weitergeht, kann ich nur noch am Wochenende aufsperren und muss mir einen Job suchen“, so Zinganell, die nur noch am Samstag und Sonntag Aushilfen beschäftigt. Weil in anderen Lokalen noch gequalmt werden darf, wandern Gäste ab. „Die Raucher drehen wieder um“, schildert Zinganell, die von Wettbewerbsverzerrung spricht. Chancengleichheit werde erst ab Mai 2018 wieder herrschen.


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