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STEYR. Was wird aus der Arbeit im 21. Jahrhundert? Matthias Martin Becker (im Bild) stellt im Museum Arbeitswelt am Mittwoch, 17. Mai, um 19 Uhr sein Buch „Automatisierung und Ausbeutung“ vor.

Der in Berlin lebende Autor Matthias M. Becker Foto: Becker
Der in Berlin lebende Autor Matthias M. Becker Foto: Becker

Computer-Algorithmen übertreffen das menschliche Denkvermögen in immer mehr Bereichen. Roboter erledigen Hausarbeit, beaufsichtigen Schulkinder. Künstliche Intelligenz ist im Vormarsch und in Fabriken werden Arbeiter weitgehend überflüssig.

Arbeit verändert sich

Keine Woche vergeht, ohne dass nicht ein Zeitungsbericht tiefgreifende Umwälzungen ankündigt. Manche Wissenschaftler sagen voraus, dass bis zu 80 Prozent aller Arbeitsplätze in den nächsten Jahrzehnten wegfallen. Und obwohl Künstliche Intelligenz und Maschinenlernen lediglich menschliche Fähigkeiten imitieren, werden Digitalisierung und Vernetzung die Arbeit verändern.

Maschine kontrolliert Mensch

Fortgeschrittene Sensorik und automatisierte Datenanalyse taugen zwar nicht dazu, die Menschen überflüssig zu machen, eignen sie sich aber doch dazu, ihre Arbeit zu kontrollieren. Die durch digitale Werkzeuge erzwungene Transparenz bedeutet für viele Beschäftigte in den Büros, Fabrik- und Lagerhallen mehr Stress, mehr Überwachung, weniger Lohn. Und nicht nur das: Der Einsatz technischer Neuerungen kann den wegen Personalabbau eintretenden Qualitätsverlust nicht ausgleichen, weshalb mehr Schund und Ramsch hergestellt wird...

Über den Autor

Matthias Martin Becker, Jahrgang 1971, arbeitete als Kraftfahrer, Produktionshelfer, Call-Center-Agent, Altenpfleger und Heimerzieher. Mittlerweile ist er in Berlin als Übersetzer und Wissenschaftsjournalist tätig. 2010 erschien sein Buch „Datenschatten – Auf dem Weg in die Überwachungsgesellschaft?“, 2014 bei Promedia „Mythos Vorbeugung – Warum Gesundheit sich nicht verordnen lässt und Ungleichheit krank macht“ sowie 2017 „Automatisierung und Ausbeutung. Was wird aus der Arbeit im digitalen Kapitalismus?“

Eintritt frei! Um Anmeldung wird gebeten: Tel. 07252/773510, E-Mail: anmeldung@museum-steyr.at


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