Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

STEYR. Kaum ein grünes Blatt, das die Wüstenlandschaft, in der die peruanische Hauptstadt Lima liegt, durchbricht. HTL-Schüler aus Steyr begeben sich dorthin – in die Armenviertel, um Kindern einen „Rucksack der Hoffnung“ zu schenken.

Kinder starten dank „Rucksack der Hoffnung" aus Steyr in eine Zukunft mit Chance.
  1 / 4   Kinder starten dank „Rucksack der Hoffnung" aus Steyr in eine Zukunft mit Chance.

Im Rahmen der Projektgruppe „Construyendo Comunidad“ (Wir schaffen Gemeinschaft) startete der an der HTL Steyr unterrichtende Religionslehrer Hans Gruber 2013 mit Partnern in Lima die Initiative „Mochila de Esperanza“ – zu deutsch Rucksack der Hoffnung. Erklärtes Ziel war von Anfang an, möglichst vielen Kindern mittelloser Familien um Perus Hauptstadt eine Grundschulbildung zu ermöglichen. Mit – einer für unsere Länder oft unvorstellbaren – Begeisterung freuen sich Kinder und Eltern in den dortigen Armenvierteln auf den ersten Schultag. Ohne Bildung blieben sie Spielball von Macht und Korruption – steigende Kriminalität wäre die Folge.

An der HTL Steyr wird seither jeden Donnerstag in der Mittagspause von Projektklassen (derzeit 5AHME, 5AHMBZ und 5BHEL) im „Café Andino“ selbstgebackener Kuchen und fair gehandelter Kaffee an Schüler und Lehrer verkauft. „Während des Schuljahres versuchen wir auch mit einigen weiteren Aktionen, Erlöse für unser Sozialprojekt in Peru zu lukrieren“, erklärt Projektsprecher Martin Lehner.

Berührende Dankbarkeit

Im März – Schulbeginn in Peru – werden mit dem Reinerlös Schulrucksäcke zu jeweils 35 Euro für Kinder in der Vorschulstufe und Grundschule finanziert. So ein „Rucksack der Hoffnung“ ist gefüllt mit den nötigsten Utensilien für das erste Schuljahr. Für die Kinder der Beginn eines hoffnungsvollen Lebensweges. Der Schulstart ist entsprechend ein großes Fest mit Gauklern, Musik, Essen und berührender Dankbarkeit.

Höhepunkt des Engagements der HTL Steyr ist eine Maturareise der besonderen Art. Im Sommer 2018 werden frischgebackene HTL-Absolventen nach Peru reisen, um dort eine Woche lang die Ärmel hochzukrempeln. In einem der Armenviertel werden sie einen Sportplatz anlegen. Reicht das Geld aus, soll außerdem das Dach einer Schule renoviert werden. „Nach dem Motto „Über den eigenen Tellerrand schauen“ wollen wir ein wenig Hoffnung zu jenen kleinen Menschen bringen, die die Ursache ihrer Armut weder erkennen noch verstehen können“, sagt Schüler Martin Lehner. Im Anschluss geht es auf eine zweiwöchige Kulturreise durch das Andenland.

Schon 2016 flogen Steyrer HTL-Schüler im Rahmen ihrer Maturareise anstatt auf eine Party-Insel nach Peru, um dort anzupacken – vorausgehende Aktivitäten der Schüler halfen ihnen dabei, die Kosten dafür aufzubringen. So konnte schließlich in der Armensiedlung „Nadine Heredia“ in Lima eine befestigte Stiege gebaut werden, die seither Kindern als Schulweg dient.

Crowdfunding läuft

Auch im Advent waren die Schüler nicht untätig: Neben einem Würstelverkauf starteten sie Mitte Dezember eine 50 Tage lang laufende Crowdfunding-Aktion. „Dabei versuchen wir, Geld für 100 Schulrucksäcke – insgesamt also 3500 Euro – für Kinder zu sammeln“, so Lehner. Um viele Menschen darauf aufmerksam zu machen, ist auch eine Facebook-Seite (Rucksack der Hoffnung – Mochila de Esperanza) dazu eingerichtet.

Infos

Alles über das Projekt gibt es auf:www.sanjuandelima.at

Crowdfunding: www.startnext.com/rucksack-der-hoffnung-mochila

Facebook (RucksackDerHoffnung)


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden