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STEYR. Zwölf Jahre lang bauten sowohl Schüler als auch Professoren der HTL Steyr den Siegfried-Marcus-Wagen – die Mutter aller Automobile – originalgetreu nach.

von links: FIA-Präsident Jean Todt, HTL-Direktor Franz Reithuber und Fachvorstand Gerhard Rumpelsberger Foto: ÖAMTC

Das Original des Marcus-Wagens befindet sich seit 1905 im Besitz des ÖAMTC. „Es wurde von den Schülern für den Nachbau gemeinsam mit den Technikern des Clubs eingehend vermessen“, erzählt ÖAMTC-Ehrenpräsident Werner Klaus. In weiterer Folge wurden Konstruktions-, Planungs-, Messungs- und Fertigungsarbeiten Bestandteil von zahlreichen Diplom- und Abschlussarbeiten und trugen somit wesentlich zum Gelingen dieses Projekts bei. Nach jahrelanger Arbeit und tausenden Arbeitsstunden der 118 beteiligten Schüler konnte der Nachbau 2016 – inklusive einer Probefahrt durch den damaligen Bundespräsidenten Heinz Fischer – der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Ehrung in Russland

Bei der Gala des Motorsport-Weltverbandes FIA im russischen St. Petersburg waren HTL-Direktor Franz Reithuber und Fachvorstand Gerhard Rumpelsberger kürzlich mitten in der internationalen Prominenz des Motorsports dabei. Die Steyrer Schule wurde vom „FIA Founding Members Club“ für den originalgetreuen Nachbau des Marcus-Wagens mit dem „Heritage Cup“ bedacht. Überreicht wurde der Wanderpokal von FIA-Präsident Jean Todt. Der Franzose war unter anderem 15 Jahre Ferrari-Teamchef in der Formel 1 (1993 bis 2008). In seiner Ära holten die Italiener sechs Fahrer- und sechs Konstrukteurs-Weltmeistertitel – fünf davon mit Michael Schumacher.

Automobiles Erbe

Mit dem „Heritage Cup“ werden seit 2010 außergewöhnliche und herausragende Anstrengungen in der Welt der historischen Fahrzeuge ausgezeichnet. Das besondere Augenmerk gilt dabei der Bewahrung und Pflege des automobilen Erbes. Der Wanderpokal kann an Veranstaltungen, Institutionen und Personen vergeben werden. So ging der Preis 2013 bereits einmal nach Österreich. Damals wurde Martin Pfundner – er brachte die Formel 1 nach Österreich – geehrt.


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