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STEYR. Eine gut funktionierende Gastronomie ist für die Belebung historischer Altstädte ein wichtiger Faktor. Deshalb ziehen 20 Wirte künftig an einem Strang.

  1 / 2   Zwei treibende Kräfte der neuen Altstadtwirte-Kooperation: Hans Mader (links) und Haubenkoch Max Rahofer Foto: Klaus Mader

Im letzten halben Jahr haben sich Hotelier Hans Mader und seine Mitstreiter intensiv Gedanken gemacht, wie die Gastro-Szene in Steyr weiterentwickelt werden kann. „Wir haben schon bessere Zeiten gesehen, zum Beispiel Ende der 80er-Jahre. Zuletzt war es ein Auf und Ab, wobei die letzten Jahre doch eher verhalten waren“, sagt Mader.

Großes Einzugsgebiet

20 Betriebe gehören vorerst der Kooperation Altstadtwirte an – vom Imbiss über Kaffeehäuser und Szenelokale bis hin zu Restaurants mit gehobener Küche. Außerdem beschränkt sich die Kooperation nicht auf den Stadtplatz. „Was das Image betrifft, haben wir Luft nach oben“, betont Mader. Dass Innenstädte generell immer mehr von der Gastronomie geprägt werden, sei eine große Chance für seine Branche. Man müsse schlichtweg mehr Leute ins Stadtzentrum locken. „Wir haben ein Einzugsgebiet von 60.000 Menschen. Gefühlt sind aber immer die selben 3.000 in der Stadt“, so Mader. „Wir müssen die Frequenz erhöhen. Es gibt viele Tageszeiten, an denen nicht viel los ist.“

Start am 17. Mai

Zu erkennen sind die Altstadtwirte an einem Aufkleber im Eingangsbereich, mit gemeinsamen Marketingaktivitäten und Veranstaltungen will man bei Gästen punkten. „Und wir wollen gegenseitig von unseren Stammgästen profitieren“, erzählt Segafredo-Chefin Tina Forster. Herzstück der Kooperation sind zwei Events in der Altstadt. „Der offizielle Start für unsere Vereinigung ist der 17. Mai, wo rund um den Leopoldibrunnen ab 18 Uhr das Eröffnungsfest der Altstadtwirte stattfindet“, sagt Haubenkoch Max Rahofer. Die einzelnen Leo-Marktstände werden an diesem Abend von jeweils zwei Gastro-Betrieben bespielt, zudem wird die Steyrer Band „40pm“ aufspielen.

Lange Tafel

Die zweite Großveranstaltung ist für den 14. August geplant. Vor dem Rathaus werden zwei jeweils 25 Meter lange, weiß gedeckte Tafeln aufgebaut. Für rund 120 Gäste wird ein Vier-Gang-Menü, kreiert von Haubenkoch Rahofer, serviert. Der Ausklang des Abends findet bei einer Open Air Bar beim Leopoldibrunnen statt. „Wenn das Angebot da ist, kommen die Leute auf den Stadtplatz. Die schönste Bühne Mitteleuropas muss nur bespielt werden“, betont Bürgermeister Gerald Hackl (SPÖ). Er und die Stadtpolitik haben ihre Unterstützung für die Wirte-Kooperation zugesagt.

Öffentliches WC kommt

Zur Infrastruktur-Offensive in der Altstadt gehört auch der Bau einer neuen öffentlichen Toilette. Sie wird beim Rathaus-Durchgang Richtung Ennssteg gebaut, der Stadt Steyr rund 200.000 Euro kosten und bis Jahresende fertig sein. Für die Benützung wird eine Gebühr verlangt.

Sonntag geschlossen?

Dass sonntags am Stadtplatz alles geschlossen ist, ist eine weit verbreitete Meinung in der Steyrer Bevölkerung. Touristiker und Gastro-Szene wollen dem entgegenwirken. „Wir sind einer der wenigen Betriebe, die zu haben“, erklärt Hotelier Hans Mader. Das liege vor allem auch an der Personal-Situation. „Das Thema Mitarbeiter in der Gastronomie ist eine große Herausforderung. Auch hier können die Altstadtwirte künftig voneinander profitieren. Zum Beispiel überlegen wir einen gemeinsamen Mitarbeiter-Pool, der uns vor allem an den Sonntagen helfen könnte“, so Mader.


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