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REGION STEYR. Die Zahlen sind alarmierend. Bis Mitte Dezember sind im Jahr 2019 österreichweit bereits 16 Kinder bei Unfällen im Straßenverkehr ums Leben gekommen.

Kinder haben nicht nur am Zebrastreifen Vorrang. Foto: rh
Kinder haben nicht nur am Zebrastreifen Vorrang. Foto: rh

In den Jahren davor (2017: 8; 2018: 3) waren die Zahlen deutlich niedriger. Oft ist das Queren von Straßen immens gefährlich. Dabei gilt für Kinder immer der sogenannte „unsichtbare Schutzweg“: Sie haben immer und überall Vorrang – aber wie sieht die Realität aus? Analysen des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) zeigen: Mindestens 100.000 Kinder pro Tag können einen Schutzweg nicht sicher queren.

Viel Unwissenheit

„In knapp zwei Drittel (64 Prozent) aller Fälle sind Kinder, die zu Fuß verunfallen, nicht Hauptunfallverursacher“, sagt Klaus Robatsch, Leiter des Bereichs Verkehrssicherheit im KFV. Doch selbst wenn sich ein Kind bei der Querung einer Straße einmal nicht vorschriftsmäßig verhalten sollte, gilt der Grundsatz: Kinder haben im Straßenverkehr immer und überall Vorrang. Jedoch sind sich nicht alle Verkehrsteilnehmer dieser Tatsache bewusst. „Im Zuge einer unserer Erhebungen hat sich gezeigt, dass rund ein Drittel der Befragten sich nicht darüber im Klaren ist, dass Kindern das Queren von Straßen immer sicher und ungehindert ermöglicht werden muss“, so Robatsch. „Sind Kinder in Begleitung Erwachsener unterwegs, wissen sogar nur elf Prozent der Befragten, dass auch in diesem Fall das Kind stets Vorrang hat.“

Reflektierende Kleidung

Um den Schutz der Kinder im Straßenverkehr zu erhöhen, bedarf es nicht nur einer kindgerechten Verkehrsplanung, sondern der Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer. Helle, gut sichtbare, reflektierende Kleidung kann zur Sicherheit des Kindes im Straßenverkehr beitragen und ist vor allem bei Dämmerung oder Dunkelheit essentiell. Lenker von Kraftfahrzeugen wiederum sollten auf eine aufmerksame und geschwindigkeitsreduzierte Fahrweise achten – nicht nur, aber ganz besonders im Umfeld von Schulen.


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