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STEYR-LAND. Seit 18. März haben mobile und stationäre Abnahmeteams des Roten Kreuzes rund 1.500 Testungen von Covid-19-Verdachtsfällen in Steyr-Land durchgeführt.

Rotkreuz-Mitarbeiterin Angelika Kolb nimmt Covid-19 Proben mit dem mobilen Probeabnahmeteam in der Region ab. Foto: OÖRK/Schmied

Die von der Bezirkshauptmannschaft freigegeben Testungen erfolgen einerseits an Drive-ins, wohin Personen mit dem eigenen Fahrzeug kommen, andererseits durch mobile Teams. Gesundheitsfachkräfte, Sanitäter und Studenten der Medizin nehmen die Proben ab.

Unterstützung beim Anlegen der Schutzkleidung

Medizinstudentin Angelika Kolb, die freiwillig als Rettungssanitäterin beim Roten Kreuz mitarbeitet, ist Teil des mobilen Teams in Steyr-Land: „Wenn wir einen Auftrag von der Behörde bekommen, lege ich den kompletten Schutzanzug an: von der Mundschutzmaske über die Sicherheitsbrille bis hin zum Schutzkittel und Handschuhen. Beim Patienten angekommen, nehme ich einen Nasen- und/oder Rachenabstrich vor. Unterstützt werde ich dabei immer von einem Kollegen des Roten Kreuzes, der mir zum Beispiel hilft, die Schutzbekleidung anzulegen und der auch die Proben in die Labore bringt. Es gibt Tage, an denen man von morgens bis abends mit Probeabnahmen beschäftigt ist, das wäre alleine kaum zu bewältigen.“ Nachdem die Proben im Labor untersucht wurden, erfahren die Betroffenen von der Behörde das Ergebnis.

Nicht nur eine logistische Herausforderung

„Als ungewohnt empfinde ich im Moment den eingeschränkten Patientenkontakt“, sagt Angelika Kolb. „Man kann sich nicht - wie im Rettungsdienst oder im Krankenhaus - viel Zeit für die Patienten und ihre Anliegen nehmen, sondern versucht den Kontakt auf ein Minimum zu reduzieren. Zum Schutz der Patienten. Außerdem ist der Tag mit Probeabnahmen durchgeplant und es fällt auch schwer sich mit Menschen zu unterhalten, da es die Schutzbekleidung nur schwer zulässt.“

Trotz all der Herausforderungen sei sie froh, auch in dieser Zeit Teil des Roten Kreuzes zu sein und viel für ihre berufliche Zukunft mitnehmen zu können, so Kolb.

Die Mitarbeiter des Roten Kreuzes sind mit Professionalität und Einfühlungsvermögen im Einsatz und versuchen auch Aufklärungsarbeit zu leisten. „Der verantwortungsvolle Umgang und Diskretion haben bei all unseren Tätigkeiten einen hohen Stellenwert. Auch in Zeiten wie diesen kann sich die Bevölkerung auf uns verlassen“ so Bezirksrettungskommandant des Roten Kreuzes Steyr-Land Stephan Schönberger.

Gesundheitshotline 1450

Betroffene, die den Verdacht haben, selbst am Corona-Virus erkrankt zu sein, können sich unter der Nummer 1450 telefonisch informieren. 


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