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STEYR. Die Aufforderung der ÖBB, sich nach der Bedienung des Ticketautomaten am Bahnhof die Hände zu waschen, können Fahrgäste als Verhöhnung auffassen.

Die Stadtpolitik spricht von einem Zustand der „Verwahrlosung“. Foto: rh
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Der Bahnhof in Steyr entwickelt sich immer mehr zum Schandfleck. Dieser Meinung sind nicht nur 850 Menschen, die eine Online-Petition unterzeichnet haben. Auch die gesamte Steyrer Stadtpolitik ist mit dem aktuellen Erscheinungsbild alles andere als zufrieden. Nicht zuletzt wegen der Landesausstellung 2021 werden die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und das Land Oberösterreich in einer von allen Fraktionen unterstützten Petition aufgefordert, rasch zu handeln.

Waschen nicht möglich

Konkret heißt es: „Die ÖBB werden gebeten, einen Zustand des Steyrer Bahnhofes herzustellen, der dem üblichen Standard entspricht.“ Aktuell – und schon vor Corona – ist nämlich so ziemlich alles dauerhaft geschlossen: Reisecenter, Gaststätte, Trafik und Toilette-Anlagen. Die ÖBB empfehlen übrigens, die Hände nach Benützung des Ticketautomaten zu waschen – eine Möglichkeit dafür wird allerdings nicht angeboten. „Der Brunnen beim Gleis 1 ist stillgelegt, nicht einmal Papiertaschentücher kann man kaufen“, kritisiert Gemeinderätin Michaela Frech (VP-Bürgerforum), die den entsprechenden Antrag im Gemeinderat eingebracht hat. Der Bitte von Tips um eine Stellungnahme kamen die ÖBB bisher nicht nach.

Forderungen Beschlusstext:

- Wiederöffnung bzw. Benutzbarkeit der Toilette-Anlagen

- Beseitigung des jetzigen Zustandes der „Verwahrlosung“

- Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur im Hinblick auf Versorgungsmöglichkeiten


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