Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

STEYR. Vorm Eingang des Mehrparteienhauses ihrer Wohnadresse hat Monika Görig eines schönen Tages Beeren gepflanzt. Mittlerweile ist ein kleiner Naschgarten entstanden, den besonders die Kinder im Wohngebiet gern besuchen.

Monika Görig bei ihren Beeren inmitten der Resthofer Hochhäuser Fotos: privat
  1 / 2   Monika Görig bei ihren Beeren inmitten der Resthofer Hochhäuser Fotos: privat

Am kleinen Vorplatz in der Dr. Josef-Ofner-Straße gedeihen Beerensträucher und fünf kleine Obstbäume. Auch ein Gemüsebeet gibt es. „Quasi ein Schaugarten, damit Kinder erleben, wie etwas wächst“, erklärt Monika Görig. Seit 2008 bindet sie Kinder aller Nationen in die Arbeiten des von der GWG geduldeten Gartens ein. Immer neue junge Besucher aus dem großen Wohngebiet Resthof kommen vorbei. „Die Ernte wird geteilt – manchmal eine Tomate für fünf Kinder“, lacht sie. Kürzlich seien vier Mädchen im Alter von etwa zwölf Jahren bei ihr gewesen. „Sie fragten mich, was eine Knospe ist“, erzählt Görig. „Das zeigt mir, wie dringend es ist, dass wir Kindern Natur in der Praxis vermitteln.“

Kinder packen gerne mit an

Um ein wenig am gemütlichen Naturplätzchen verweilen zu können, hat Görig auch Sitzplätze geschaffen. Zugleich hat sie aber auch feststellen dürfen, dass die Kinder besonders gerne mit anpacken. „Größere Buben fremder Herkunft konnte ich schon vom Handy weg zum Mähen mit dem motorlosen Handrasenmäher animieren. Sie hatten dabei so viel Spaß, dass sie mir zum Abschied sagten: „Danke, dass wir sie kennen lernen durften““, freut sich Görig.

Wertschätzung ermöglichen

Schon in ganz jungen Jahren das Entstehen pflanzlicher Nahrung beobachten zu können, erlaube es auch Hochhaus-Kindern, mehr Wertschätzung für ihr Essen zu entwickeln, als wenn es abgepackt aus dem Supermarkt kommt, ist die Steyrerin überzeugt. Das komme letztlich dem gesamten Planeten zugute: „durch weniger Verschwendung, weniger unbedachtes Kaufen und weniger Wegschmeißen“.

Ribisel-Stadt

Görigs aktuelles Projekt: „Ich möchte Steyr zur Ribisel-Stadt machen.“ Knapp 20 Sträucher habe sie schon an passender Stelle gesetzt. Über Stecklinge, Sträucherspenden oder helfende Hände würde sie sich sehr freuen. Danach gefragt, warum gerade Ribisel, antwortet die Steyrerin: „Sie gedeihen quasi überall und sind pflegefrei. So bekommen große wie kleine Städter einfachsten Zugang zur essbaren Natur – ganz ohne Transportwege von Waren aus fernen Ländern.“ Kontakt: Tel. 0680/2055003, E-Mail: monika.goerig@liwest.at


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

TV-Sendung beschäftigt sich mit dem Monster von Sierning

TV-Sendung beschäftigt sich mit dem Monster von Sierning

SIERNING. Zwischen 1951 und 1957 überfällt Alfred Engleder sechs junge Frauen, schlägt und missbraucht seine Opfer und ermordet zwei der Frauen ...

Tips - total regionalRobert Hofer
Gold für Käsekenner aus der BBS Weyer

Gold für Käsekenner aus der BBS Weyer

WEYER. Beim Bundesfinale der Käsekenner in Klessheim (Salzburg) vertrat ein Duo die berufsbildenden Schulen Weyer.

Tips - total regionalRobert Hofer
Ennstaler Kapellmeister hören auf

Ennstaler Kapellmeister hören auf

GAFLENZ/TERNBERG. Die Feuerwehrmusik Trattenbach und die Trachtenmusikkapelle Gaflenz musizierten an zwei Abenden gemeinsam. Im Mittelpunkt standen ...

Tips - total regionalRobert Hofer
Heimatforscher aus Sierning ausgezeichnet

Heimatforscher aus Sierning ausgezeichnet

SIERNING. Der Sierninger Erwin Brunmayr ist jetzt „Konsulent für Volksbildung und Heimatpflege“.

Tips - total regionalRobert Hofer
Steyrtaler unternahm Friedensreise zum südlichsten Punkt in Europa

Steyrtaler unternahm Friedensreise zum südlichsten Punkt in Europa

NEUZEUG. Zu Fuß, mit Bus und Bahn sowie per Autostopp begab sich Jorgos Trompeter in zwei Etappen auf eine 1.700 Kilometer lange Friedensreise. ...

Tips - total regionalRobert Hofer
Weyrer erhält erstmals vergebene Auszeichnung der Naturfreunde

Weyrer erhält erstmals vergebene Auszeichnung der Naturfreunde

WEYER. Franz Haider aus Weyer bekam von der Bundesleitung der Naturfreunde Österreich eine Auszeichnung für seinen unermüdlichen Einsatz für ...

Tips - total regionalRobert Hofer
Weitere Beiträge