Umfahrung Weyer kostet 53 Millionen Euro
WEYER. Seit Jahrzehnten wird um die Umfahrungsstraße für die Marktgemeinde gerungen, 2021 soll endlich der Spatenstich erfolgen.

449 Millionen Euro investiert das Land Oberösterreich in den nächsten Jahren in den Ausbau der Infrastruktur. Davon profitiert auch der Bezirk Steyr-Land. So wird etwa in Dietach die Heubergstraße im Bereich Zehetnerberg saniert. Gute Nachrichten gibt es für die lärmgeplagten Bewohner im Zentrum von Weyer. Die seit Jahrzehnten im Raum stehende Umfahrung wird immer konkreter, schon 2021 soll der Spatenstich erfolgen. Aus dem „OÖ-Plan“ stehen dafür 51 Millionen Euro zur Verfügung, zwei Millionen Euro wurden schon für Grundeinlöseverfahren ausgegeben.
Lange Engstellen
Ein Aus- oder Umbau der bestehenden Weyrer Straße (B121) wäre ohne schwerwiegende Eingriffe in das Orts- und Landschaftsbild sowie den Abbruch von denkmalgeschützten Häusern nicht möglich gewesen. Besonders kritisch sind in der Ortsdurchfahrt die verhältnismäßig langen Engstellen, welche nicht im Gegenverkehr befahren werden können. Diese sind wegen der Kurvigkeit und der engen Bebauung nicht einsehbar.
Tunnel werden gebaut
Zur Ausschaltung dieser straßenbaulichen Defizite wird daher eine Ortsumfahrung mittels einer Kurz- und Langtunnellösung verwirklicht. Dadurch können prognostiziert in etwa 68 Prozent des Verkehrs umgelagert und somit Rückstauungen und zusätzliche Abgasbelastungen deutlich minimiert werden. Die rechtlichen Voraussetzungen befinden sich in einem weiten Stadium. Ausständig sind noch der straßenrechtliche Bescheid sowie eine Grundeinlöse. Sobald diese vorliegen, fehlt noch der Naturschutzrechtliche Bescheid, um das Baulos anschließend ausschreiben zu können.


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