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WEYER. Das Ehepaar Maria und Konrad Neubauer haucht dem spätgotischen „Prevenhuberhaus“ neues Leben ein. Die Eröffnungsfeier wäre für 4. Dezember geplant gewesen, wird nun am 16. April nachgeholt.

Foto: K. Neubauer
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Das Portal ist eines der schönsten am Marktplatz. Auch Ältere können sich kaum erinnern, das Tor offen gesehen zu haben. Im vergangenen Jahrzehnt stand das „Prevenhuberhaus“ – wie andere Häuser am Weyrer Marktplatz – weitgehend leer. Es wurde Ende des 16. Jahrhunderts von der oberösterreichischen Linie der Preuenhueber erbaut.

Ihr prominenter Vertreter Valentin Preuenhueber verfasste die erste Chronik der Stadt Steyr (Annales Styrenses, 1630). Er war Sekretär der Innerberger Hauptgewerkschaft (IHG) und hatte seinen Wohnsitz in Steyr und Weyer. Die IHG war ein historisches Unternehmen der Eisenindustrie und -vermarktung, benannt nach Innerberg, dem heutigen Eisenerz. Mit seinem Interesse an den Lebensbedingungen der Menschen war Preuenhueber ein Vordenker seiner Zeit.

Kultureller Begegnungsort

Die neuen Besitzer des „Prevenhuberhauses“ Maria und Konrad Neubauer wollen nun Impulse für die Weiterentwicklung der Marktgemeinde Weyer setzen. Dafür soll das ehemalige Geschäftsareal im Erdgeschoß genutzt werden. Auf 70 m² entsteht aktuell eine Galerie, die umfangreiche Fotoarbeiten Konrad Neubauers über den Lebensraum Weyer zeigt, aber auch bildenden Künstlern ein Forum bieten möchte. Der Ort soll zudem zu einer wichtigen Bühne für zeitgeschichtliche Beiträge unterschiedlichster Art werden.

Die wegen des Lockdowns entfallende Eröffnung am 4. Dezember wird im April 2021 nachgeholt.

Aktuelle Infos auf Facebook/Prevenhuberhaus


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