ORF-Doku "Leben in den Kalkalpen"
REGION STEYR-KIRCHDORF. Für die 45-minütige Dokumentation „Leben in den Kalkalpen“ war ein ORF-Team im vergangenen Sommer in der Nationalpark-Region zu Gast. Der Beitrag wird am Mittwoch, 24. Februar, ausgestrahlt.

Für die Reihe „Heimat Österreich“ hat sich Regisseur und Produzent Martin Vogg zu einer Entdeckungsreise zwischen Enns und Steyr aufgemacht. Nach Trattenbach etwa, wo ihm der letzte Feitelmacher Johann Löschenkohl von der Geschichte und Kunst der Messererzeugung erzählt. Auch Josef Riglthaler kommt zu Wort, der in seiner Pension die alte Schmiede zu neuem Leben erweckt.
Kulturelles Erbe
In Molln sprach das Filmteam mit Franz Wimmer und Familie Schwarz - den letzten Herstellern der Mollner Maultrommel, die wie die Feitelmacher ein immaterielles Unesco-Kulturerbe lebendig halten. Der Geschäftsführer des Nationalpark Kalkalpen Volkhard Maier erzählt vom Zusammenspiel von Natur und Mensch in der Region, mit Förster Bernhard Sulzbacher geht es zur Beobachtung von Wildtieren im Bodinggraben.
Widerstand zugunsten Naturlandschaft
Dass die unberührte Natur heute von vielen Gästen erlebt werden kann, ist dem Widerstand einiger weniger zu verdanken, die zunächst einen Kanonenschießplatz und dann Kraftwerksprojekte mit ihren Protesten verhindern konnten, wie Künstler Alois Lindenbauer weiß.
Außerdem in der Dokumentation zu Wort kommen Großramings Kirchenwirtin Angelika Ahrer, der ehemalige Hüttenwirt und Bauer Helmut Ahrer, Georg Wiesner und Sybille Musenbichler, die die Anlaufalm im Reichraminger Hintergebirge bewirtschaften, Puglalm-Halterin Anneliese Spannring und Landwirt Adi Moser, der auch Fleischhauer in Windischgarsten ist und seit langem auf eine biologische und naturnahe Haltung seiner Tiere setzt.
Unberührt wie kaum irgendwo
Regisseur Vogg schwärmt: „Es gibt kaum eine andere Region in den Alpen, in der man heute die alpine Bergwelt so unberührt genießen kann wie im Nationalpark Kalkalpen. Während im Herzen dieser Mittelgebirgsregion die Natur sich selbst überlassen bleibt, werden an ihren Rändern die Almen wie anno dazumal bewirtschaftet. Ich bin all den Menschen dankbar, die nachhaltig um ihren Erhalt gekämpft haben, sowie all jenen, die heute die Region in Einklang mit der Natur bewirtschaften bzw. traditionelle Handwerkstechniken am Leben erhalten.“
Ausstrahlung am 24. Februar um 20.15 Uhr in ORF III.
Wiederholungen:
Do. 25. Februar, 3.20 Uhr
Fr. 26. Februar, 4.40 Uhr
Sa. 27. Februar, 18.35 Uhr
So. 28. Februar, 5 Uhr


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