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STEYR. Gut ein Jahr ist es her, dass die Pandemie auch in der Stadt am Zusammenfluss von Steyr und Enns ankam. Am 6. März wurde der erste Corona-Fall in Steyr bestätigt.

Infizierte ohne Symptome sollen schnellstmöglich gefunden werden. Symbolfoto: vowe
Infizierte ohne Symptome sollen schnellstmöglich gefunden werden. Symbolfoto: vowe

Seit damals wurden insgesamt rund 1.800 Bürger positiv auf Covid-19 getestet. Noch im März 2020 installierte der Magistrat einen Corona-Stab, der im Herbst den Höchststand von 39 Mitarbeitern erreichte. Mehr als 5.500 Quarantäne-Bescheide mussten erstellt werden, 2.200 allein im November. Zu Spitzenzeiten verzeichnete man pro Woche 2.700 eingehende E-Mails und 7.000 Anrufe. Für missachtete Corona-Regeln und Quarantäne-Vorgaben wurden zudem seit Oktober Strafen über insgesamt mehr als 28.000 Euro verhängt.

19 Mitarbeiter

Die Zahl der Reiserückkehrer, die kontaktiert werden müssen, beträgt mittlerweile durchschnittlich 100 pro Tag (!). Derzeit umfasst das Team 19 Damen und Herren. Sie arbeiten großteils im Amtsgebäude Reithoffer, aber auch bei den Dauertestungen im Stadtsaal und bei den Impfstraßen. Erreichbar ist der Corona-Stab unter Tel. 07252/575-585 täglich, 8–18 Uhr (E-Mail: corona@steyr.gv.at).

Konsequent testen

Die gelockerten Maßnahmen, die rasche Verbreitung der Virusmutationen und vor allem die konsequente Test-Strategie der Stadt schlagen sich in höheren Fallzahlen nieder, berichtet Tamara Schedlberger, Leiterin des Steyrer Corona-Stabes. Seit Anfang Februar werden in Steyr alle Kontaktpersonen der Kategorie 1 zweimal mittels PCR-Methode getestet, jene der Kategorie 2 am fünften Tag (ebenfalls PCR). „So können wir asymptomatisch Positive frühzeitig identifizieren und sofort mit der Verfolgung ihrer Kontakte beginnen“, erklärt Schedlberger. Die vielen Testungen würden wesentlich zur Eindämmung des Virus“ beitragen.

16.000 Antigen-Tests

Im Stadtsaal bietet die Stadt gemeinsam mit dem Roten Kreuz Corona-Teststraßen für kostenlose Antigen-Tests an (täglich, 8–17 Uhr). Mit einer Auslastung von etwa 130 Prozent sei die Frequenz nach wie vor sehr gut, heißt es. Von 25. Jänner bis Ende Februar wurden hier gut 16.200 Tests durchgeführt – rund 20 waren positiv. Auch die kostenlosen Testmöglichkeiten im Krankenhaus und in vier Steyrer Apotheken werden vermehrt genutzt.

Der Altersdurchschnitt der aktuell positiv Getesteten beträgt in Steyr 33,2 Jahre. Vor etwa zwei Wochen lag dieser Wert noch bei 40,25. Mitte April 2020 betrug er ca. 58 Jahre. Bis 29. Oktober 2020 zählte Steyr nur zwei Corona-Tote. Gegen Jahresende hin stiegen die Todesfälle auf 24 an. Seit 7. Jänner ist in Steyr niemand mehr mit oder an Corona verstorben.

Warten auf Impfdosen

Gut 2.000 Personen sind in Steyr bereits gegen Corona geimpft: Bewohner und Mitarbeiter in den Altenheimen, Ärzte, über Achzigjährige und Personen in Gesundheitsberufen. Hinzu kommen noch ca. 1.000 Mitarbeiter des Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr, die direkt im Krankenhaus immunisiert worden sind.

Am 4. März werden die nächsten über Achtzigjährigen geimpft. „Wir wären bestens gerüstet und hätten Kapazitäten für mehr Immunisierungen“, verweist Bürgermeister Gerald Hackl darauf, dass noch nicht einmal die rund 2.500 Steyrer geimpft werden konnten, die älter als 80 Jahre sind.

Würde der Stadt die entsprechende Menge an Impfstoff zugeteilt, könnte man problemlos innerhalb von nur drei Tagen 14.000 Steyrer mit dem ersten Impfstich versorgen, betont Hackl. Das wäre die voraussichtliche Gesamtzahl der Impfwilligen.


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