Welttag des Wassers (22. März): Wetterextreme erschweren Zugang zu sauberem Trinkwasser
PFARRKIRCHEN/OÖ. Dürre. Hochwasser. Hitzewellen. Prognosen zufolge nehmen auch in unseren Breitengraden extreme Naturereignisse massiv zu. Trockene zu heiße Tage, heftige Regenfälle und Hochwasser erschweren den Zugang zu sauberem Trinkwasser. OÖ. Rotkreuz-Mitarbeiterin Jasmin Forstner aus Pfarrkirchen/Bad Hall macht anlässlich des Welttags des Wassers am 22. März darauf aufmerksam.

Vermurte Hänge, Trockenheit, ausgedörrte Wiesen, trockene Brunnen, heftige Regenfälle, Gewitterstürme, Platzregen, wochenlange Hitzewellen und daraus resultierende schlechte Ernten – die globale Klimaerwärmung ist überall spürbar. Ohne Gegenmaßnahmen wird es ungemütlich.
Laut bayerischem Klimareport müsste Oberösterreich bis zum Jahr 2100 mit rund 40 Hitzetagen pro Jahr rechnen – zehnmal so viele, wie es derzeit sind. Besonders betroffen sind Städte, in denen die Luft aufgrund fehlender Grünanlagen auch nachts nur schwer abkühlt.
Wasserverteil-Kits gegen Trinkwasser-Engpässe
Bereits jetzt kann es immer wieder bei einzelnen Haushalten, Dörfern oder in Gemeinden zu Trinkwasser-Engpässen kommen. Auch geborstene Wasserleitungen oder andere technische Gebrechen führen dazu, dass Trinkwasser in betroffenen Regionen kurzzeitig nicht immer verfügbar ist.
Um zu reagieren, stationierte das OÖ. Rote Kreuz in Freistadt, Steyr, Ried, Vöcklabruck und Linz standardisierte Wasserverteil-Kits, bestehend aus Wasserbehälter und Verteil-Ausrüstung. Die Versorgungsstationen sind für 2.000 Liter Trinkwasser ausgelegt, immer und überall einsetzbar und garantieren schnelle Hilfe.
Sauberes Wasser und Hygiene entscheiden über Leben und Tod
Besonders in den Katastrophen- und Krisengebieten der Erde ist trinkbares Wasser für viele Menschen Mangelware. Bis vor wenigen Wochen war Jasmin Forstner in der Stadt San Pedro Sula in Honduras im Hilfseinsatz, wo Tropenstürme einen ganzen Landstrich zerstörten.
„Es war ein ganz besonderer Einsatz für mich, da ich selbst längere Zeit in der Gegend lebte“, erzählt die 30-jährige freiwillige Rotkreuz-Mitarbeiterin. „Ich arbeitete im Trinkwasser-Labor, schulte Kollegen an der Trinkwasseranlage ein und lieferte im Truck Trinkwasser aus.“
Schon jetzt haben weltweit rund 2,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Experten aus aller Welt setzen alles daran, die Lage für die an den Rand ihrer Existenz gedrängten Menschen zu verbessern. „Unsere Trinkwasserspezialisten leisten einen wertvollen Beitrag“, sagt OÖ. Rotkreuz-Präsident Walter Aichinger.
- Der durchschnittliche Oberösterreicher verbraucht 130 Liter Wasser pro Tag.
- Jeder Mensch nimmt täglich ca. 2 Liter Trinkwasser zu sich.
- 5.300 Trinkwasserversorgungsanlagen versorgen rund 1,4 Millionen Oberösterreicher.
- Durchschnittlicher Wasserverbrauch pro Haushalt: 27 % Wasserhähne in Bad, WC, Küche etc., 25 % WC-Spülung, 19 % Dusche, 10 % Waschmaschine, 9 % Außenbereich Pflanzen, 5 % Außenbereich Pool, 3 % Badewanne, 2 % Geschirrspüler


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