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STEYR. Die Flurreinigung in der Stadt war 2021 ein voller Erfolg. Die vielen freiwilligen Helfer trotzten dem schlechten Wetter und befreiten die Landschaft auch bei Schnee, Regen und Kälte von unglaublichen 2375 Kilogramm.

Vizebürgermeister Markus Vogl übergibt die 2400-Euro-Spende der Stadtbetriebe Steyr symbolisch an die Leiterin des Tageszentrums (Foto: Magistrat Steyr I Presse)

Exakt 2.947 angemeldete Teilnehmer borgten sich heuer bei den Stadtbetrieben Zangen, Müllsäcke, Handschuhe und Warnwesten aus, um die Ärmel hochzukrempeln. So viele wie noch nie. „Besonders freut uns, dass sich 23 Schulen, acht Kindergärten und eine ganze Menge Kleingruppen und Privatpersonen an der Aktion beteiligt haben“, betont Projekt-Koordinatorin Katharina Freiberger.

Auch der Pilotversuch „Steyr putzt to go“ wurde gut angenommen. Dabei konnten Spaziergänger in der Unterhimmler Au und in der Ennskurve an fünf Standorten Müllsäcke entnehmen.

Analyse der Abfälle

Ende April wurden die gesammelten Abfälle analysiert, um zu erfassen, was besonders oft achtlos weggeworfen wird. Mehr als 700 Müllsäcke wurden durchleuchtet. Neben einigen kuriosen Funden wie einem Bildschirmgerät, einem Staubsauger, diversen Autoreifen und Autoteilen waren viele Getränkeverpackungen wie PET-Flaschen, Glasflaschen und Dosen dabei. Diese Abfälle wurden richtig getrennt und entsorgt.

Rund 13.000 Zigarettenstummeln befanden sich bei den gesammelten Abfällen, was besonders erschreckend ist, da diese Giftstoffe enthalten. Ein Zigarettenstummel kann 50-60 Liter Grundwasser verunreinigen. Diese Zahl zeigt jedoch auch auf, dass die Teilnehmer von Steyr putzt auch kleinsten Abfällen Beachtung schenkten.

Spende für demenzkranken Menschen

Die Aktion Steyr putzt leistet nicht nur einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz, sondern hat auch einen karitativen Zweck. Für jedes gesammelte Kilogramm spendeten die Stadtbetriebe Steyr heuer einen Euro an das Volkshilfe-Tageszentrum Lichtblick für die Betreuung von Demenz-Patienten. Am 5. Mai konnte Vizebürgermeister Markus Vogl 2.400 Euro an Leiterin Doris Reitmayr übergeben. Damit soll eine Busreise mit ca. 50 Klienten finanziert werden.


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