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TERNBERG. Zum letzten Mal fanden sich die Sänger des Chors „A Capella“ im Gasthof Rieglergut zusammen.

 (Foto: privat)
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Nach über 50 Jahren als Chorleiter entschloss sich Josef Singer, seine Funktion niederzulegen. Damit ging eine langjährige Periode äußerst fruchtbaren künstlerischen Schaffens in Ternberg zu Ende. Der A-Capella-Chor war aus dem ehemaligen Kirchenchor hervorgegangen und hatte bis zum Ausbruch der Pandemie zum weit überwiegenden Teil die feierliche Gestaltung der Festgottesdienste in der Ternberger Pfarrkirche inne.

Junglehrer übernahm 1969

Junglehrer Singer hatte die Leitung des Chores im Jahre 1969 im Alter von 27 Jahren von Johann Langerweger übernommen. Aufgrund seiner fundierten musikalischen Ausbildung (Orgelstudium und Lehramtsstudium für Musikerziehung) war der gebürtige Sierninger für die Chorleiterstelle geradezu prädestiniert. Zu den musikalischen Qualitäten gesellte sich ein Führungsstil, der getragen war von Humor und Sinn für Gemeinschaft, was vor allem für die oftmals mühsame Knochenarbeit des Probens von unschätzbarem Wert war. Singer gelang es innerhalb kurzer Zeit, „seine Sänger“ zu einer innigen Gemeinschaft zusammenzuschweißen, die mit ihm durch dick und dünn ging.

2.700 Zusammenkünfte

Etwa 35 Proben und 20 Aufführungen pro Jahr ergeben die unglaubliche Anzahl von etwa 2.700 musikalischen Zusammenkünften, die in den über 50 Jahren stattfanden. Das gemütliche „Zusammensitzen“ nach der Probe war für Singer eine Selbstverständlichkeit, genauso wie auch der jährliche Chorausflug, der immer wieder zu kulturellen und landschaftlichen Sehenswürdigkeiten führte. Im Rahmen einer kleinen Feier im Gasthof Rieglergut fand der Organist des Chores, Johann Altweger, ehrende Worte für den scheidenden Chorleiter und dankte ihm für seinen unermüdlichen Einsatz.

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Ganz ohne Musik wird Singer aber auch in Zukunft nicht auskommen. Er ist nach wie vor gefragter Organist in den Pfarrkirchen Münichholz, Schiedlberg und auch in seiner Heimatgemeinde Sierning.


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