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WEYER. Tips sprach mit Gerhard Klaffner (SP) über die Krise, die Abwanderung, das Langzeitprojekt Umfahrung und seine persönlichen Pläne für die Zukunft.

Die Umfahrung soll für Weyer einen Ideen- und Investitionsschub bringen. (Foto: Konrad Neubauer)
  1 / 2   Die Umfahrung soll für Weyer einen Ideen- und Investitionsschub bringen. (Foto: Konrad Neubauer)

Tips: Herr Bürgermeister, wie ist die Marktgemeinde durch die Krise gekommen? Sind Sie mit den Maßnahmen, ihrer Umsetzung und der Impfrate zufrieden?

Gerhard Klaffner: Wir sind im Verhältnis zu anderen Regionen gut durch die Krise gekommen. Die Menschen haben die vorgegebenen Verhaltensregeln eingehalten und so ihren Beitrag zur Bewältigung der Krise geleistet. Die Impfrate könnte besser sein. Bei den Testungen liegen wir, glaube ich, ganz gut. Das Virus ist da. Wir werden lernen, damit zu leben.

Wie entwickeln sich die Bevölkerung und die Wirtschaft in der Marktgemeinde?

Leider haben wir einen Rückgang der Bevölkerungszahl zu verzeichnen. Das hat viele Gründe: weniger Geburten, Abwanderung (Arbeitsplatz, Studium, Verkehrsinfrastruktur bzw. Anbindung an den Zentralraum etc.). Wirtschaftlich sind wir in unserer Region verhältnismäßig gut aufgestellt, wir haben viele Klein- und Mittelbetriebe, in letzter Zeit junge Unternehmer aus Landwirtschaft und Gewerbe und Dienstleistung.

Der Landtag hat endlich die Finanzierung der Umfahrung freigegeben. Wie geht es jetzt weiter?

Die Ausschreibung erfolgt noch in diesem Jahr, die Auftragsvergabe Anfang 2022, dann ist Baubeginn. Wir erwarten uns einen Ideen- und Investitionsschub für unsere gesamte Gemeinde. Wir wissen, dass diese Umfahrung für uns große Chancen der nachhaltigen Entwicklung bietet. Wir werden diese Chance nutzen.

Wie sieht es in Sachen Infrastruktur und Nachhaltigkeit aus?

Wir haben eine ausgezeichnete und gute Infrastruktur in der Versorgung, Gesundheit und Bildung – von Krabbelstube und Kindergarten über die Schulen bis zur Matura, von der Reha und Therapie bis zur ausgezeichneten Versorgung im Alter mit dem BAPH. Diese Struktur wollen wir auf jeden Fall den Anforderungen der Zeit entsprechend weiter ausbauen. Daher sind die Themen Mobilität, Voraussetzungen für Homeoffice und Telearbeitsplätze ganz wichtig. Der Luftkurort Weyer soll mit seinen Naturangeboten von vielen Menschen für den Erhalt ihrer Gesundheit genutzt werden.

Stichwort Kinderbetreuung: Laut AK-Kinderbetreuungsatlas konnte Weyer sein Angebot für alle Altersgruppen verbessern?

Wir haben eines der besten Angebote in der Kinderbetreuung von OÖ. Darauf sind wir alle sehr stolz. Bestens ausgebildete Pädagoginnen betreuen die Kinder. Gekocht wird in der gesunden Küche der Mittelschule für Kindergarten, VS und MS.

Sie sind 68, seit fast einem Vierteljahrhundert Bürgermeister. Wie lange planen Sie, in der Politik aktiv zu bleiben?

Solange ich gesund bin. Mich freut die Arbeit als Bürgermeister.


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