Umweltpreis für Ternberger Friedhof
TERNBERG. Der „Laudato si‘“-Preis der Diözese Linz für eine ökologische Gestaltung des Friedhofs ging ins Ennstal.

Insgesamt wurden vier oberösterreichische Pfarren ausgezeichnet, davon zwei mit einem ersten Preis. Zu Letztgenannten gehört die Pfarre Ternberg. Sie arbeitet seit 2018 an einer ganzheitlichen Umgestaltung ihres Friedhofs. So speist etwa eine Photovoltaik-Anlage am Pfarrhofdach die Pumpe des Brunnens beim Haupteingang mit Strom. Auf elektrische Beleuchtung wird auf dem Ternberger Friedhof komplett verzichtet.
Naturnah gestaltete Gedenkstätte
Zudem betont die künstlerische Gestaltung der Wasserentnahmestellen die Kostbarkeit des Wassers, die Bänke auf dem Friedhof sind aus heimischem Holz. Die Urnenbestattung findet unter neu gepflanzten Bäumen statt, zusätzliche Bäume sollen auf freiwerdenden Grabflächen gepflanzt werden. Fürs Auge wohltuend und für Insekten ein Lebensraum ist weiters die teils mit Weinreben begrünte Friedhofsmauer. Einzigartige Idee: Ein alter E-Rasenmäher wurde zu einem Schredder umgebaut, um Blumentöpfe und leere Kerzendosen zu schreddern. Letztere kommen vor allem im Winter in den Häcksler, wenn sich die Wachsreste durch die kalten Temperaturen gut herausklopfen lassen. In Vorbereitung ist überdies der Verkauf ökologischer Grabkerzen. Eine ansprechende Infotafel wirbt mit praktischen Tipps für die ökologische Gestaltung der Gräber.


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