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STEYR. Arbeiterdichter, Sänger, Maschinenbau-Fachlehrer an der HTL Steyr und Träger des Verdienstzeichens der Republik Österreich: Am 15. Oktober wird im Rahmen eines Festes erstmals ein Buch über Josef „Pips“ Mayrhofer präsentiert. 

 (Foto: privat)
(Foto: privat)

1998 verstarb der überzeugte Antifaschist, Gewerkschafter und Volksbildner „Pips“ Mayrhofer. Durch sein Wirken und seine Erzählungen hat der Steyrer jedoch einen großen Schatz für gegenwärtige und künftige Generationen hinterlassen. Rita Martinak, Maria Farthofer und Ernst Schönberger haben ausgewählte Schriften und Erzählungen des Arbeiterdichters zusammengetragen. Das entstandene Buch eröffnet umfassende Einblicke in die Gedanken- und Empfindungswelt des Steyrer Originals, das beinahe das gesamte 20. Jahrhundert in der alten Eisenstadt miterlebt hat. Nicht nur als passiver Beobachter, sondern als aktiver Gestalter. „Pips Mayrhofer war ein Kind der Arbeiterstadt Steyr. Mit dieser Sammlung erzählen wir die Stadtgeschichte weiter, ich denke, das hätte Pips gefallen“, erklärt Mitherausgeber Ernst Schönberger.

Ein Fest mit Retrospektive

Am Freitag, 15. Oktober, wird die pressfrische Publikation (Edition Arbeitswelt) im Rahmen eines Festes für „Pips“ Mayrhofer im Museum Arbeitswelt vorgestellt. Mayrhofer war jahrzehntelang auch bei den Österreichischen Kinderfreunden engagiert, führte Jugendgruppen und ließ die Kinder an seinem reichen Erfahrungsschatz teilhaben. Im Museum eröffnet daher am Festabend um 16 Uhr eine Plakatausstellung mit dem Titel „Kinderfreunde Steyr-Kirchdorf: Eine Zeitreise“. Die Schau erzählt die Geschichte der Organisation in den letzten 100 Jahren. Um 17 Uhr folgt dann eine Festsitzung mit der Buchpräsentation. Es werden Erinnerungen, Gedichte und Liedertexte von „Pips“ Mayrhofer vorgetragen. Die Lebens- und Arbeitsrealität vieler Steyrer – von der Monarchie bis in die nahe Vergangenheit – wird darin nachspürbar. Emotional und verwundbar, waren Mayrhofers Werke immer einem positiven Menschenbild verpflichtet. Persönliche Anekdoten von Wegbegleitern und den Herausgebern ergänzen die Lesung.

Eintritt: freiwillige Spenden, Anmeldung erforderlich (anmeldung@museum-steyr.at). Alle Infos findet man unter museum-steyr.at/veranstaltungen


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