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NEUZEUG. Verwachsen, beschädigt und ohne Bilder – so stellte sich das historische Marterl an der Wasserstiege in Neuzeug lange dar.

Das Marterl wurde aus dem Dornröschenschlaf geweckt. (Foto: privat)
  1 / 2   Das Marterl wurde aus dem Dornröschenschlaf geweckt. (Foto: privat)

Das Kleindenkmal dürfte aus der Pestzeit (17. Jahrhundert) stammen. Einige Renovierungen fanden statt, etwa 1903, als ein Felssturz unter anderem Häuser in die Steyr befördert hatte. Zuletzt war das Marterl in einem sehr schlechten Zustand, bis 2019 sich der „Apostelstammtisch“ zur Restaurierung entschloss. Die Männerrunde aus Neuzeug und Gründberg hatte 2004 schon die Renovierung der Mayrhofer Kapelle in Gründberg in die Hand genommen. Beim Marterl an der Wasserstiege werkten die „Apostel“ 250 Stunden, um auch die Umgebung neu zu gestalten. Die Felswand wurde vom Wildwuchs befreit, baufällige Mauern erneuert und das Marterl von einer Firma fachmännisch renoviert. Die Bilder wurden von einer Neuzeuger Künstlerin neu gestaltet. Durch großzügige Unterstützung von regionalen Firmen konnten auch die notwendigen Reparaturarbeiten rund um das Marterl ausgeführt werden.

Segnung am 29. April

Die Nachbarn zeigten sich hilfsbereit, versorgten die Arbeiter mit Getränken und gossen die neu gesetzten Pflanzen, wenn es notwendig war. Ein Schild mit der Geschichte des Marterls wurde angebracht. Nach Abschluss der Restaurierung erstrahlten das Marterl und die Umgebung in neuem Glanz. Auf Grund der Pandemie konnte bis jetzt keine Segnung durchgeführt werden. Diese findet nun am Freitag, 29. April, um 16 Uhr durch Pastoralassistentin Katharina Brandstetter statt.


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