Maries Lächeln als Extra-Motivation

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Robert Hofer Tips Redaktion Robert Hofer, 02.08.2022 17:09 Uhr

HAIDERSHOFEN. 3.700 Kilometer vom Nordkap nach Hause. Diese Radtour hat sich Martin Mühlberger zu seinem 60. Geburtstag vorgenommen. Derzeit ist er in Finnland unterwegs, Anfang September will er wieder in Haidershofen sein.

Die geplante Radreise zum 50. Geburtstag schob Martin Mühlberger lange auf und realisierte sie erst letztes Jahr. Gemeinsam mit Frau Karin ging es von Haidershofen nach Rumänien ans Schwarze Meer. Zum heurigen 60er ist der Hobbysportler alleine unterwegs. Er startete am 22. Juli per Flugzeug in München, über Olslo ging es nach Alta und anschließend mit dem Bus ans Nordkap. Dort baute er Rad und Anhänger zusammen. „Das Gesamtpaket wiegt 44 Kilo“, erzählt Mühlberger, der im Vorfeld an der Ausrüstung tüftelte und zum Beispiel einen Triathlon-Lenker montierte. Damit kann er auf den langen Geraden im hohen Norden seine Sitzposition ändern, wenn er mit Gegenwind zu kämpfen hat.

Übernachten im Zelt

Während es in Österreich Ende Juli sehr heiß war, radelte Mühlberger oft gut eingepackt durch Norwegen und Finnland. Immer wieder Regen und Temperaturen knapp im zweistelligen Plusbereich begleiteten ihn. „Der erste schöne Tag war der 1. August. Ausgerechnet mein Geburtstag“, erzählt der Haidershofner, der am Montag auf einem Campingplatz in Ruana Station machte. Die Nächte verbringt der Hobbysportler in der Regel im Zelt, hin und wieder mietet er sich auch eine idyllische kleine Hütte an einem See. Knapp 2.000 Kilometer liegen noch vor ihm. Von Finnland geht es mit der Fähre nach Estland und dann durch Lettland, Litauen, Polen und Tschechien zurück nach Österreich. Rund 140 Kilometer sind pro Tag eingeplant. Damit geht sich auch ein Ruhetag pro Woche aus, um Anfang September wieder zu Hause zu sein. Dass er die Familie in dieser Zeit am meisten vermissen wird, war ihm schon vor der Abreise klar. „Vor allem meine kleine Puppimaus“, sagt Mühlberger und meint damit Enkelin Nora (1).

Charity-Aktion

Mit Familie und Freunden hält er via WhatsApp Kontakt, täglich schickt er an rund 100 Leute Fotos und Infos, wo er sich gerade befindet. Zu diesem Kreis gehören auch einige Sponsoren. Mühlberger hat beschlossen, dass seine Reise zur Charity-Aktion werden soll. Schon im Vorfeld sammelte er 12.000 Euro ein, dabei profitierte er von seinen beruflichen Kontakten. Der 60-Jährige ist im Außendienst für die Generali-Versicherung tätig. „Wenn ich zurückkomme, werde ich auch noch mein Rad versteigern und hoffentlich kommen noch zusätzliche Spenden zusammen“, sagt Mühlberger. Der gesamte Erlös kommt der vierjährigen Marie aus Schiedlberg zugute, sie leidet an einer seltenen, unheilbaren Muskelkrankheit. Das lebensfrohe Mädchen sitzt im Rollstuhl und muss täglich Therapien absolvieren. Alle vier Monate muss sie ins Krankenhaus, wo ihr ein überlebenswichtiges Medikament gespritzt wird. Zusätzlich hat Marie auch die Stoffwechselerkrankung Alkaptonurie, für die es keine Medikamente gibt. Diese wird sich erst im Erwachsenenalter durch Gelenksentzündungen, Nierensteine oder Verkalkung der Herzklappen zeigen.

Marie (4) lebt mit ihren Eltern und den Geschwistern Timo (6) und Frida (2) in einem ehemaligen Bauernhof in Schiedlberg. Ihr Papa arbeitet als Fahrschullehrer, die Mama Teilzeit als Volksschullehrerin. Der Zeitaufwand für Maries Pflege und die Therapien ist sehr hoch, zudem kommen auf die Familie enorme Kosten zu: neben diversen Behandlungen für barrierefreie Umbauten im Haus, ein rollstuhlgerechtes Auto oder die vielen Fahrtkosten. „Wir sind über jede finanzielle Unterstützung unglaublich dankbar“, sagt Mama Eva.

Spendenkonto:

Martin Mühlberger

Verwendungszweck: Sponsoring Marie

IBAN: AT71 1500 0009 2125 2938

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