Der Geist des Virus'

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Angelika Hollnbuchner Tips Redaktion Angelika Hollnbuchner, 16.08.2022 11:55 Uhr

STEYR. Rupert Federsel sieht die Gesellschaft in Zeiten der Pandemie weiter auseinanderdriften und plädiert für eine globale Ethik des Mitgefühls.

2020 war für die Hochvermögenden das finanziell erfolgreichste Jahr in der Menschheitsgeschichte: Milliardäre konnten ihr Vermögen während der Pandamie um fünf Billionen Dollar steigern, was einem Anstieg um 60% innerhalb eines Jahres auf 13 Billionen Dollar entspricht“ (Zitat aus der Zeitschrift „brennstoff“).

Haben Sie dieses Habenvirus je gesehen? Das ist wie mit dem Glauben an „Gott“: Niemand hat ihn je gesehen und dennoch glauben Milliarden an ihren „Gott“. Das Eigentliche ist unsichtbar, aber es wirkt. Das Leben in der Pandemie wird immer gefährlicher. Globale Habgier, Angst und Neid nehmen täglich und weltweit nicht ab, sondern zu. Wir merken es gar nicht, weil wir es gar nicht merken wollen.

Die großen Weltreligionen haben das einst so formuliert: „Es gibt sieben Todsünden“ und das zeigt uns unbarmherzig ein winzig kleines Virus. Es ist der Geist dahinter, der es so gefährlich macht und die Weigerung von uns Menschen, uns das genauer anzuschauen, nach dem Motto: „I hör nix, i siach nix und i sag nix“.

Habgier und verdrängte Wut, Zorn und Aggression, Trägheit und Neid, Eifersucht und Missgunst, Maßlosigkeit und Hochmut, das sind die unsichtbaren aber wirksamen Ingredienzien von dem ein Virus lebt.Das sehen wir nicht, wir fühlen es nicht. Wir überlassen diesen tödlichen Mix lieber der Schulmedizin. Was soll diese mit unserer unmenschlichen Gier anfangen? Mit der globalen Menschenverachtung inklusive Umwelt und Natur?

Was wir brauchen, ist ein radikales Umdenken, wir müssen anders leben, um zu überleben. Die Welt braucht ein anderes, ein liebendes Mitfühlen mit allem was lebt - ja mit allem, was existiert. Wir brauchen Güte, Verständnis und einen „heiligen“ Respekt vor jeder anderen Meinung als der unseren. Es braucht Güte, Mut und Mitgefühl, eine globale Ethik, die ich ganz ungeniert Liebe nenne.

Ich plädiere für einen anderen, heilsamen und respektvollen Dialog, global und unbegrenzt. Einen zuhörenden Dialog, bei dem niemand recht oder unrecht hat. Was uns alle miteinander wirklich, wirklich bewegt, kann uns auch ein Virus nicht so ohne weiteres mitteilen. Lasst uns gemeinsam hinschauen, hinfühlen und es wird eine gute Lösung geben. Für uns und für die ganze Welt.

von Rupert Federsel, Steyr

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