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BAD HALL. Nach der Matura am Stiftsgymnasium Schlierbach entschloss sich Emily Hiesmayr zu einem Freiwilligendienst im Ausland. Ihre Erfahrungen schildert die 18-Jährige aus Bad Hall im Tips-Interview und am 25. November via Live-Chat bei der „WorldWeitWeg-Infoparty“ in Linz.

Emily Hiesmayr (Foto: privat)
Emily Hiesmayr (Foto: privat)

Tips: Warum haben Sie sich für das Freiwilligenprojekt entschieden, wie sind Sie darauf aufmerksam geworden?

Emily Hiesmayr: Umso näher meine Matura rückte, umso mehr habe ich mir natürlich die Frage gestellt, was ich danach machen möchte. Da ich absolut keine Ahnung hatte, was ich studieren wollte, habe ich mich schließlich entschlossen ins Ausland zu gehen. Einerseits für die Erfahrung in einem fremden Land mit fremder Sprache und fremden Leuten zu leben und andererseits, um mich selbst noch besser kennenzulernen und so herauszufinden, welches Studium zu mir passt. Durch eine Bekannte, die im letzten Jahr ihr ESK absolviert hat, bin ich auf dieses Programm aufmerksam geworden und habe mich dann bei unterschiedlichen Projekten beworben und bin schlussendlich nach mehreren Interviews in Tallinn gelandet.

Tips: Wie lange sind Sie in Estland, was ist ihre Aufgabe?

Emily Hiesmayr: In Tallinn arbeite ich unter der Woche in einem Kindergarten mit zwei- bis vierjährigen Kindern. Ich unterstützte dort die Pädagoginnen bei den alltäglichen Dingen wie Kinder anziehen, Basteleien durchführen und so weiter. Ich kann aber auch meine eigenen Projekte und Ideen einbringen. Beispielsweise lerne ich mit den Kindern Englisch und Deutsch und studiere mit ihnen mehrere Lieder und Tänze ein. Insgesamt bin ich für etwas länger als neun Monate hier, also noch bis Ende Juni.

Tips: Warum haben Sie sich für Tallinn entschieden?

Emily Hiesmayr: Der eigentliche Grund weshalb ich mich für Estland entschieden habe, liegt gar nicht an dem Land, sondern an dem Projekt, das schlussendlich einfach am besten zu mir gepasst hat. Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass ich generell sehr froh bin hier zu sein, da das Leben, die Menschen und auch die Kultur hier sehr anders sind als in Österreich und man dadurch eine ganz andere Lebenserfahrung machen kann. Auch das Wetter ist für mich persönlich etwas Neues und Aufregendes, da wir Mitte November jetzt schon den ersten Schnee haben.

Tips: Was gefällt ihnen am Job besonders, was eher nicht?

Emily Hiesmayr: Für mich ist es das erste Mal, dass ich mit so kleinen Kindern arbeite und ich muss zugeben, dass ich zu Beginn etwas überfordert war. Aber mittlerweile macht es mir viel Freude, denn mit Kindern ist jeder Tag aufregend und man kann auch sehr viel von ihnen lernen. Außerdem habe ich wahnsinniges Glück, dass ich ein sehr gutes Verhältnis mit meiner Chefin habe und sie mir sehr viele Freiheiten lässt und ich mich dadurch sehr viel in den Kindergartenalltag einbringen kann. Bisher kann ich mich eigentlich nicht beschweren und wüsste auch nichts, was mir nicht gefällt.

Tips: Was raten Sie Jugendlichen, die einen Auslandseinsatz planen. Worauf sollte man achten?

Emily Hiesmayr: Ich persönlich finde, dass man sich im Vorhinein nicht zu viele Gedanken machen sollte. Natürlich muss einem bewusst sein, dass man eine lange Zeit von Familie und Freunden getrennt ist und diese auch vermissen wird. Außerdem kann das Leben allein im Ausland manchmal auch frustrierend sein, vor allem wenn man die Sprache nicht spricht. Aber schlussendlich rate ich jedem einfach offen für alles zu sein und sich überraschen zu lassen, denn egal wo man schlussendlich hinkommt, man wird immer Freunde finden und Erfahrungen fürs Leben sammeln.

Die „WorldWeitWeg-Infoarty“ findet am Freitag 25. November, von 15 bis 18 Uhr im JugendService Linz (Bahnhofplatz 1) statt. Dort kann man sich über die verschiedenen Möglichkeiten in Ausland zu gehen informieren - von Au Pair über Freiwilligenprojekte und Sprachreisen bis hin zu Wwoof (helfen auf biologischen Höfen).

Jugendliche berichten über deren Erfahrungen und Eindrücke im Ausland. Die Bad Hallerin Emily Hiesmayr ist via Live-Chat dabei. Für musikalische Unterhaltung (DJ Dan von Texta) und das leibliche Wohl ist gesorgt.


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