Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

STEYR. 20 Jahre war Hildegardis Hurnaus Direktorin der Hauptschule Rudigier und zudem über Jahrzehnte ein wichtiges Gesicht der Kirche in der Steyrer Innenstadt. Die Ordensfrau verstarb im 84. Lebensjahr.

Hildegardis Hurnaus (Foto: privat)
Hildegardis Hurnaus (Foto: privat)

Hildegardis Hurnaus wurde am 10. Dezember 1939 in Linz/Kleinmünchen geboren. Ihre Kindheit verlief nicht besonders glücklich, da ihre Eltern ein Geschäft hatten und daher wenig Zeit für die Kinder blieb. Dazu wurde im Krieg das Elternhaus von einem Bombentreffer zerstört.

Nach dem Besuch der Volksschule in Riedau und der Hauptschule in Neumarkt-Kallham trat sie mit 17 Jahren in den Orden der Kreuzschwestern ein. Sie bekam den Ordensnamen Hildegardis. Nachdem sie im September 1963 die Ordensgelübde abgelegt hatte, begann sie als Volksschullehrerin zu unterrichten.

Ab 1981 in Steyr

Später unterrichtete sie im Gymnasium Gmunden/Ort und in der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe in Bad Ischl Kurzschrift, Leibesübungen und Mathematik. 1981 übernahm sie die Leitung der Hauptschule Rudigier in Steyr und war 20 Jahre Direktorin. Ihr ehrlicher und liebenswürdiger Umgang mit Eltern, Schülern und Lehrerkollegen wurde sehr geschätzt.

Mit 65 Jahren wagte sie nochmals mutig einen neuen Aufbruch. Sie unterstützte von 2004 bis 2009 die junge Schwesterngemeinschaft in Budapest in Ungarn. Danach kam sie wieder nach Steyr zurück und engagierte sich in der Stadtpfarre Steyr.

Sie leitete den Liturgiekreis, war als Lektorin und Kantorin tätig, betätigte sich als Mesnerin, sorgte für den Blumenschmuck und half bei Pfarrfesten mit. Vieles, was sie getan hat, geschah im Hintergrund und fiel erst auf, wenn es einmal nicht geschah.

Herzoperation

Mitte Februar 2023 musste sie sich einer Herzoperation unterziehen und erholte sich davon nicht mehr. In der Karwoche verstarb sie am 5. April im Ordensklinikum der Elisabethinen in Linz.

Schwester Hildegardis war ein wichtiges Gesicht der Kirche in der Innenstadt von Steyr, immer ansprechbar für die Menschen, denen sie begegnete. Sie erfüllte verantwortungsbewusst und gewissenhaft ihre Aufgaben und überzeugte durch ihre tiefe Spiritualität.

Während der Landesausstellung 2021 war in der Stadtpfarrkirche von ihr auf einem Lesepult eine Interpretation des Bibelverses „Was kann uns scheiden von der Liebe Christi?“ aus dem Römerbrief zu lesen. „Dieser Vers berührt mich wirklich persönlich. Ich bin gewiss, dass weder der Tod noch das bedrohliche Leben, weder Zufall noch Schicksal uns trennen können von der Liebe Gottes, die uns in Christus erschienen ist,“ schrieb sie damals.

Begräbnis am 24. April

Schwester Hildegardis vereinte traditionelle Religiosität und Offenheit für Reformen in der Kirche. Sie zeigte Interesse für Neues in der Kirche und war überzeugt, dass es eine Erneuerung der Kirche braucht. Viele werden sie und ihre liebevolle Freundlichkeit sehr vermissen in Steyr.

Das Begräbnis findet am 24. April um 10 Uhr am St. Barbara Friedhof in Linz statt. Um 11.15 Uhr wird in der Klosterkirche der Kreuzschwestern in Linz der Trauergottesdienst gefeiert.

 


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

100.000 zusätzliche Fahrplankilometer im Steyrer Busliniennetz

100.000 zusätzliche Fahrplankilometer im Steyrer Busliniennetz

STEYR/STEYR-LAND. Nach intensiver Vorarbeit und langwierigen Verhandlungen ist es dem Verkehrsbetrieb der Stadtbetriebe Steyr (SBS) gelungen, ...

Tips - total regionalRobert Hofer
Jugendliche gestalteten Therapiergarten am Klinikum Steyr

Jugendliche gestalteten Therapiergarten am Klinikum Steyr

STEYR. Patienten der Kinder- und Jugendpsychosomatik am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr haben gemeinsam mit Graffiti-Künstler „Super“ den ...

Tips - total regionalRobert Hofer
Doppelte Fahrzeugsegnung in Maria Neustift

Doppelte Fahrzeugsegnung in Maria Neustift

MARIA NEUSTIFT. Beim Feuerwehrhaus in Maria Neustift wurden gleich zwei Fahrzeuge gesegnet.

Tips - total regionalRobert Hofer
Wie aus einem kleinen Ei ein großer Fisch wird

Wie aus einem kleinen Ei ein großer Fisch wird

STEYR-Land. Was wächst auf Feldern? Wie werden Tiere gehalten? Und wie gelangen Lebensmittel vom Bauernhof auf den Teller? Antworten auf diese ...

Tips - total regionalRobert Hofer
In Neuzeug wird ein Stolperstein verlegt

In Neuzeug wird ein Stolperstein verlegt

NEUZEUG. Zum Gedenken an Franz Ennsthaler wird am Freitag, 4. September, ein Stolperstein in Neuzeug verlegt.

Tips - total regionalRobert Hofer
Wenn aus Golf-Abschlägen Chancen werden

Wenn aus Golf-Abschlägen Chancen werden

BAD HALL. 74 Teilnehmer, 19 Flights und ein gemeinsames Ziel: Beim 14. Charity-Golfturnier des Roten Kreuzes Steyr-Land in Kooperation mit dem ...

Tips - total regionalRobert Hofer
Weitere Beiträge